Einmal zu den Sternen und zurück

Dr. Andreas Schmidt, Magdalena Kapela und die neue Vorstandsvorsitzende Katrin Fortak (v.l.n.r.) - Foto: Ria Garcia

Was gibt es Neues im Planetarium, Observatorium und Schulungszentrum? Das neue Programm liegt vor und einen neuen Vorstand gibt es seit Dezember auch.

Außergewöhnliche Ereignisse sind aktuell nicht zu erwarten. Kein Blutmond, keine Sonnenfinsternis oder ähnliches. Dafür wird das Weltraumteleskop Hubble im April 30 Jahre alt und das hat und in all den Jahren spektakuläre Bilder aus dem Weltraum geliefert. Dazu gehören auch die, die mehrere Galaxien nebeneinander abbilden und durch die ‘Gravitationslinse’ (Objekte, die aufgrund ihrer hohen Masse in der Lage sind Strahlung signifikant abzulenken) das Bild eines Smilies am Himmel entstehen zu lassen. Am 24. April und 20 Mai bietet das Planetarium mit ‘Hubble – Unser Auge im All’ jeweils ein ‘Stellarium Spezial’ mit Live-Einführung und wunderbaren Bildern von Sternen, Nebeln und Galaxien zu sphärischen Klängen. Vorher, am 20. März gibt es mit ‘Europas Weg zu den Sternen’ noch ein weiteres Spezial.

Spannende Vorträge

Am 13. Februar entführt Dr. Andreas Schmidt die Besucher in eine weit entfernte Zukunft, nämlich in eine Zeit, in der Menschen gezwungen sein werden die Erde zu verlassen und neue Welten zu besiedeln. Ulrich von Kusserow erzählt indes am 26. März mit Videosequenzen und reich bebildert die Geschichte der Erforschung des Erdmagnetfelds, die mit Alexander von Humboldt beginnt. Anlässlich des Starts des 25. James Bond Films ‘Keine Zeit zu Sterben’ dürfen sich Besucher am 23. April auf einen Vortrag von Prof. Dr. Metin Tolan von der Technischen Universität Dortmund freuen. Der Titel des Vortrags ‘Geschüttelt, nicht gerührt. James Bond im Visier der Physik’. Am 14. Mai geht Dr. Rainer Wackermann von der Ruhr-Universität Bochum dann der spannenden Frage nach ‘Weltraumtourismus – Wunschtraum oder schon Realität?’.

Traumreisen

Am 21. und 29. Februar und am 27. März stehen mit ‘Klassik unterm Sternenhimmel’, ‘Planet-Arien 2’ (mit Volker Rapp, wir berichteten) und ‘Traumzeit unterm Sternenhimmel’ (Keltische Harfe – Christine Högl) wieder musikalische Veranstaltungen auf dem Programm.

Standard-Programm, Premiere und Kurse

Natürlich gibt es auch in diesem Trimester wieder das gewohnte Standardprogramm, dass viele Veranstaltungen für Kinder und Erwachsene bereithält. Eine Premiere gibt es am 29. Februar mit Captain Schnuppes Weltraumreise, die mit starken Animationen aufwartet. Neu war die Sternbildkunde im Planetarium, die bereits am vergangenen Freitag stattfand und aufgrund des großen Interesses voraussichtlich auch im Herbst wieder angeboten wird. Interessenten können sich jetzt schon voranmelden. Mit der ‘Teleskop-Sprechstunde’ bietet das Planetarium allen Interessierten, Anleitung zum Gebrauch eines bereits erworbenen Teleskops oder auch Beratung vor einem geplanten Kauf, bei dem das Budget und die Frage ‘Was will ich eigentlich damit machen’, eine große Rolle spielen. In der Sternwarte gibt es natürlich auch die Möglichkeit Teleskope auszuprobieren.

Wie wäre es mit einem Kurs in Astrofotografie? Auch das ist möglich. Im snh Schulungszentrum finden regelmäßig Elektronik- und Computerkurse sowie Jugendfreizeiten statt. Für Kinder und Jugendliche von 10 – 15 Jahren findet sich jede Menge Angebote und einige Kurse oder Workshops werden von Jugendlichen abgehalten, die selbst einst als Kursteilnehmer im snh Schulungszentrum begonnen haben. In den letzten Jahren ist auch der Anteil interessierter Mädchen kontinuierlich gewachsen.

Das komplette Programm ist auf der Homepage des snh zu finden.

Neuer Vorstand seit Dezember 2019

Nach fast drei Jahrzehnten standen Dr. Peter Richter und Dr. Hendrik Foth bei der letzten Mitgliederversammlung für den etwa 450 Mitglieder zählenden Verein nicht mehr als Vorstand zur Wahl. “Irgendwann muss auch mal Feierabend sein”, hatte Peter Richter die Entscheidung, die bereits länger bekannt war, kommentiert. Feierabend ist für die beiden natürlich nur im Vorstand. Im Verein und bei Kursen sind sie dennoch aktiv.

Diplom Physikerin (Schwerpunkt Nukleare Astrophysik) Katrin Fortak und Max Mucha, der gerade seine Masterarbeit im Bereich Machine economic high energy physics beendet, folgten als neu gewählte Vorstände auf die beiden Veteranen der Sternwarte Neanderhöhe Hochdahl.

Der im Dezember neu gewählte Vorstand (von links nach rechts): Beisitzer Christian Müller, 1. Vorsitzende Dipflom Physikerin Katrin Fortak, 2. Vorsitzender Max Mucha (B. Sc.), Geschäftsführerin Irmgard Rüffer, Beisitzer Dipl.-Ing. Jan Sundermann – Foto: Dr. Andreas Schmidt


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