Vorsicht: “i-Dötzchen” unterwegs!

Kreispolizei Mettmann

Symbolbild: Verkehrstraining für Kinder vor dem Schulbeginn/ Foto: Kreispolizei Mettmann

Schon am kommenden Donnerstag (13. August 2020) beginnt für rund 4.300 Kinder im Kreis Mettmann der vielfach zitierte “Ernst des Lebens”: die Schule fängt an. Neben ihrem Debüt als Schulstarter feiern die zahlreichen Fünf- und Sechsjährigen in diesen Tagen aber auch noch eine andere Premiere: als eigenständige Verkehrsteilnehmer im Straßenverkehr.

Unter dem Motto “Brems Dich! Schule hat begonnen!” appelliert die Kreispolizeibehörde Mettmann daher bereits heute an alle Verkehrsteilnehmer: Fahren Sie bitte besonders vorsichtig! Seien Sie besonders aufmerksam und achten Sie auf Kinder, die auf dem Weg zur Schule oder auf dem Heimweg am Straßenverkehr teilnehmen.

   - – Hierauf sollten Sie verstärkt Acht geben: - – 

Kinder können Entfernungen und Geschwindigkeiten im Straßenverkehr nur schlecht einschätzen und sind daher insbesondere beim Überqueren von Straßen häufig noch etwas verunsichert. Achten Sie daher auf Kinder, die am Straßenrand stehen! Seien Sie jederzeit bremsbereit und fahren Sie vorsichtig heran!

Lassen Sie sich nicht ablenken: Ihre Augen gehören immer und gerade zu Schulbeginn auf die Straße und nicht aufs Handy, Radio oder Navigationsgerät! Vermeiden Sie es unter allen Umständen, im Blindflug unterwegs zu sein!

Kinder haben aufgrund ihrer geringeren Größe eine komplett andere Wahrnehmung des Straßenverkehrs als Erwachsene. Dies gilt vor allem an allgemein schlecht einsehbaren Stellen, wie zum Beispiel an Straßen, an denen geparkte Autos oder andere Hindernisse die Sicht behindern. Achten Sie als erwachsener Verkehrsteilnehmer daher bitte an solchen Stellen immer unbedingt auf Kinder, die möglicherweise zwischen geparkten Autos auf die Straße laufen könnten.

Vergewissern Sie sich bitte auch beim Abbiegen und Herausfahren aus Grundstückseinfahrten, dass der Weg frei ist. Hinter einer Mauer oder einer Hecke könnte ein Kind zu Fuß auf dem Weg zur Schule sein.

Verantwortungsbewusste Eltern haben in den bereits zurückliegenden Wochen der diesjährigen Sommerferien gemeinsam mit ihren Kindern den Schulweg geübt – und das nicht nur einmal, sondern wiederholt. Aber gerade zu Schulbeginn sollten i-Dötzchen trotzdem immer noch nicht alleine zur Schule gehen, sondern idealerweise in Begleitung eines Erwachsenen. So kann der Schulweg gemeinsam auch noch in der Praxis weiter geübt werden.

Dabei gilt: Der kürzeste Weg zur Schule ist nicht unbedingt der sicherste! Meiden Sie stark befahrene Straßen! Nutzen Sie beim Überqueren der Straße Verkehrsinseln, Fußgängerampeln und Zebrastreifen.

Erklären Sie Ihren Kindern, dass sie auf dem Bürgersteig an der Kinderseite (die den Häusern zugewandte Seiten des Bürgersteigs) gehen sollen. Beim Überqueren der Straßenseite gilt: Zuerst an der Bordsteinkante stehen bleiben und schauen, ob ein Auto kommt. Kinder können sich den Spruch: “Bordstein gleich Stoppstein” gut merken! Wenn der Weg frei ist, heißt es dann: Rüber über die Straße – Nicht rennen und nicht pennen!

Zudem wirbt die Polizei weiterhin dafür, Kinder nicht mit dem Auto bis an den Schulhof heranzufahren. Dies führt in der Praxis zu unübersichtlichen und gefährlichen Verkehrssituationen im Schulumfeld. Wenn Sie es nicht anders einrichten können, halten Sie mit ihrem Auto besser ein paar Meter oder Straßen von der Schule entfernt, sodass Ihr Kind den restlichen Weg zur Schule zu Fuß gehen kann. Dadurch übt das Kind die eigenständige Teilnahme am Straßenverkehr und nur so kann es lernen, sich sicher im Straßenverkehr zu bewegen.

Die Kreispolizeibehörde Mettmann wird in den kommenden Tagen und in allen Städten des Kreises im Umfeld der zahlreichen Schulen selbstverständlich verstärkte Verkehrsüberwachungsmaßnahmen durchführen, nicht angemessenes Verhalten Einzelfall ansprechen und im Bedarfsfall auch konsequent sanktionieren.

In diesem Sinne wünscht die Kreispolizei allen “i-Dötzchen”, allen Schülerinnen und Schülern sowie allen Eltern einen schönen und sicheren Schulanfang.


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