VdK Neujahrsempfang mit Besuch der “Hoheiten”

Prinzessin Jolina I und Prinz Fin Leo I beim Neujahrsempfang des VdK in Hochdahl. Foto: RG

Am vergangenen Samstag hatte der VdK zum alljährlichen Neujahrsempfang eingeladen. Nach dem offiziellen Teil erfreuten das Prinzenpaar und das Kinderprinzenpaar in Begleitung der Hopedötze die Gäste.

Zu Beginn des diesjährigen Neujahrsempfangs des VdK gab es nachdenkliche Worte. Zum Beispiel von Bürgermeister Christoph Schultz, der unter anderem das Thema Klimaschutz aufgriff. “Der beste Beitrag zum Klimaschutz wäre, wenn Trump und andere Regierende mit einer solchen Einstellung bei der nächsten Wahl abgewählt würden”, äußerte er mit dem Gedanken an unserer aller Zukunft. Er wies darauf hin, dass Klimaschutz für uns alle im Kleinen anfängt und jeder einen kleinen Teil dazu beitragen kann. Aber er kam natürlich auch auf Punkte zu sprechen, die für den VdK als Sozialverband von täglicher Bedeutung sind. Wie etwa den Ausbau der Barrierefreiheit und den neuen Sozialpass.

Der VdK ist mit 2 Millionen Mitgliedern der größte Sozialverband Deutschlands. Mit die inzwischen wichtigste Aufgabe des Verband ist die Betreuung von Sozialrentnern in Deutschland und deren Zahl wächst. “Immer mehr Bürger suchen Hilfe beim VdK. Nur wenige finden sich in der ausdifferenzierten Sozialgesetzgebung noch allein zurecht”, erklärte Werner Höpfner, Kreisverbandsvorsitzender des VdK in seiner Ansprache. Es herrsche bei vielen Unwissenheit und es bestünden Ängste, die die Menschen dazu oft in existenziellen Notsituationen träfen. Beispiele seien die Ablehnung eines Pflegegrades oder die Höhe der Rentenansprüche. Viele Menschen wüssten einfach nicht, an wen sie sich innerhalb der sozialen Sicherungssysteme wenden können. Hier sei der VdK als Ansprechpartner Lotse und Helfer in sozialrechtlichen Fragen.

“Den VdK machen vor allem Menschlichkeit, Gerechtigkeit, Solidarität, Respekt und Toleranz aus”, erklärte Höpfner, warum der Verband auch heute noch von den Mitgliedern gut angenommen und als Berater auch in der Politik geschätzt sei.

Auch Peter Knitsch sprach einige Worte zum neuen Jahr und knüpfte an die Rede des Bürgermeisters an. “Die Bedrohungen sind angesprochen worden. Das Geschehen in Australien führt uns gerade vor Augen, dass uns der Klimawandel nicht erst in 40, 50 oder 60 Jahren trifft, wir spüren ihn heute schon”, mahnt auch er, dass wir alle gefragt sind, etwas zu verändern. Auch auf die soziale Spaltung der Gesellschaft ging er ein. Immer mehr ältere Menschen, Alleinerziehende und Kinder können, so führt er aus, in unserer reichen Gesellschaft nicht mehr teilhaben. “Und so werden die wichtigsten Themen in naher Zukunft für uns die Umweltzerstörung und die soziale Spaltung sein”, beendet er seine Rede bevor der Neujahrsempfang zum unterhaltende Teil übergeht.

Die Prinzenpaare marschieren ein

Für Prinz Udo I und Prinzessin Sabine I war es im neuen Jahr der erste offizielle Termin in Erkrath, wie Prinz Udo später verriet. Mit Musik marschierten das Prinzenpaar mit den Hoppedötzen und dem Kinderprinzenpaar ein. Fin Leo I dabei gestützt von Prinz Udo I. Schnell wurde ein Stuhl nach vorn gebracht, auf dem der Kinderprinz im Hofstaat platz nehmen konnte. Prinz Fin Leo I war zwei Tage zuvor in Hilden von einem Auto angefahren worden und musste erleben, dass der Fahrer, ohne sich um ihn zu kümmern, flüchtete.

Von seinem Einsatz als Kinderprinz ließ sich Fin Leo I dennoch nicht abhalten. Im Kreise des Hofstaates konnte er sich trotz Schmerzen in den Beinen, gestützt von Prinz Udo I, gut aufgehoben fühlen. Die zauberhafte Kinderprinzessin Jolina I, stand ihm hilfreich zur Seite und beugte sich bei der Verlesung der Gebote zu ihrem sitzenden Prinzen herab, damit er seinen Teil verlesen konnte, während er ihr bei ihrem Part, ganz Gentlemen, das Mikrofon hielt.

Natürlich erklärte Prinzessin Sabine I den Gästen des Neujahrsempfangs noch einmal “die Sache mit der Prinzenrolle”, denn Prinz Udo I hatte vor seiner Kürung bei einem Kegelausflug mit einem Roller “die Rolle gemacht”. Es scheint, dass in dieser Session die kleinen und die großen Prinzen auf etwas unglückliche Weise auf ihr “Stehvermögen” geprüft wurden. Hoffen wir, dass jetzt alle unfallfrei durch die Session kommen.

Zur Freude des Publikums sorgten dann auch noch die Hoppedötze mit Auftritten für gute Stimmung. Auch die Mottolieder aus der aktuellen und der letzten Session, sowie das Lied des Kinderprinzenpaares wurden mit Unterstützung der Gäste dargeboten. Und es gab natürlich jede Menge “Orden”. Zum Beispiel den des Kinderprinzenpaares für die stellvertretende Bürgermeisterin Regina Wedding und Ursula Schnur (VdK). Darüber hinaus gab es den Sessionsorden, Orden von der großen KG, den letzten Hängern und vom Prinzenpaar. Regina Wedding und Ursula Schnur durften die meisten Orden mit nach Hause nehmen und hatten “schwer zu tragen”. Weitere Orden gab es für Alt-Bürgermeister Rudi Unger, Edeltraud van Venrooy (VdK), Gertrud Fleischer (VdK), Ute Rook (VdK), Marion & Timo Kremerius und … huch … auch für mich und die Redaktion erkrath.jetzt. 😉

Die nächste Gelegenheit Karneval zu feiern ist am 18. Februar um 14.11 Uhr beim Seniorenkarneval im Joachim-Neander-Haus, rührte man bei VdK-Empfang die Werbetrommel.

Info:

Der VdK ist ein gemeinnütziger Sozialverband, der seine Arbeit über Mitgliedsbeiträge und Spenden finanziert. Zu seinen Mitgliedern zählen viele Menschen mit Behinderung, Rentner, Unfall- und Wehrdienstopfer, Sozialversicherte und Grundsicherungsempfänger. Der VdK ist auf Bundes- und Landesebene aktiv und auf der kommunalen Ebene. Im Kreis Mettmann gibt es 14 Ortsverbände mit rund 6.300 Mitgliedern. Der VdK-Ortsverband Hochdahl hat aktuell 373 Mitglieder.


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