Tagespflege: Nestchen-Gruppe als Vertretungslösung

Symbolbild Kinder, Spielen, Betreuung/ Pixabay: FeeLoona

1447 Plätze in Kindertagesstätten werden für das Kindergartenjahr 2021/22 in Erkrath benötigt.

Darunter fallen 195 U3-Plätze (für Kinder von 1-3 Jahre) sowie 1252 Plätze für Kinder über 3 Jahre.  41 Kinder dieser Kinder weisen eine Behinderung auf. Auch für die Kindertagespflege liegen die Zahlen vor: 292 Plätze werden benötigt, darunter ein Kind mit Behinderung. Diese Zahlen meldet die Verwaltung zum 15. März dem Landesjugendamt im Sinne des Kinderbildungsgesetzes. Doch wie sieht es mit der aktuellen Belegung in den Kitas und Tagespflegen in der anhaltenden Pandemie- Zeit aus? Diese Frage wollte Annette Kirchhoff (CDU) im vergangenen Jugendhilfeausschuss von der Verwaltung beantwortet wissen. „Die Tagespflegen haben eine Auslastung von 50 Prozent, bei den Kitas sind es 41 Prozent“, konnte Oliver Völlings- Abteilungsleiter Kinderbetreuung- berichten und ergänzte, dass es seit Wochen zu keiner nachweislichen Ansteckung in Kitas gekommen sei.

Von Seiten der Linken wurde nachgehakt, ob man den Tagespflegepersonen nicht finanziell bei der Beschaffung von Hygienemitteln helfen könnte. „Kitas können zehn Stunden reduzieren, bei der Tagespflege geht das nicht. Zudem müssen mehr Gelder für Desinfektionsmittel aufgewendet werden“, so Michaele Gincel-Reinhard (Linken Erkrath). Dass es die FFP“ Masken vom Land gibt, die restliche Mittel aber mit der normalen Förderung abgedeckt sein sollte, gab Oliver Völlings im Anschluss wieder. „Es gab auch keine Rückmeldung, dass diese Mittel nicht ausreichen.“ Ebenso gab es von Seiten der Tagespflegepersonen keine Beschwerde bezüglich des nicht rechtlich reduzierten Zeitumfangs. „Eltern und Betreuer tauschen sich gegenseitig aus und finden gemeinsame Regelungen“, so Völlings weiter.

Für die Tagespflege plant die Verwaltung zudem eine Nestchen-Gruppe. Diese soll perspektivisch als Vertretungsgruppe geführt werden und bestenfalls in einer von der Stadt angemieteten Räumlichkeit von einer Tagespflegeperson betrieben werden. Die Idee wurde gemeinsam mit der Sprecherin der Erkrather Tagespflege Anke Nordick aufgegriffen, die sich gemeinsam mit einer Arbeitsgruppe um die weitere Ausarbeitung dieser Maßnahme kümmern wird. „In Mettmann fährt man mit diesem Projekt bereits sehr gut“, gab Völlings in seinen Ausführungen wieder. Realistisch plant die Verwaltung mit einem Start der Nestchen-Gruppe am 1. August dieses Jahres, die Kosten belaufen sich schätzungswiese auf 38.400 Euro (bei einer 25-Stunden-Betreuung) sowie auf weitere 8.000 Euro Mietkosten (plus Nebenkosten bei einer Raumgröße von 50 Quadratmeter). Die Ausschussmitglieder stimmten einstimmig für das Vorhaben.

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