Schulleiter Christof Krügermann verlässt das Gymnasium Hochdahl

Schulleiter Christof Krügermann wird das Gymnasium Hochdahl verlassen/ Foto: Susann Krüll

Zum neunen Schuljahr wird der engagierte und bei Schüler- und Elternschaft wie beim Kollegium gleichermaßen beliebte Pädagoge als Latein- und Musik-Lehrer an ein Gymnasium in Solingen wechseln.

„Für mich hat die Corona-Zeit nicht nur Schule unter erschwerten und vor allem wechselnden Bedingungen von komplettem Homeschooling bis zu Präsensunterricht mit halber und später wieder voller Klassenstärke bedeutet. Ich habe diese Zeit intensiv zum Nachdenken über meine private und berufliche Zukunft genutzt, “ so Krügermann, der in den vergangenen sechseinhalb Jahren den Spagat zwischen Schulleitung und Privatleben als immer unbefriedigender erlebt hat. „Lief es in der Schule rund, litt das Privatleben zuhause. Und das galt genauso umgekehrt, “ berichtet er von der „Zwickmühle“, die ihn immer stärker belastet habe. Zusammen mit seiner Frau und den beiden Söhnen hätte er viel diskutiert. Nachdem alle Für und Wider abgewogen waren, lautete seine Entscheidung: „Ich gehe zurück in meinen Beruf als Lehrer.“

Der direkte Kontakt zu den Schülerinnen und Schülern vermisst

„Als Schulleiter hat man oft nur in Extremsituationen Kontakt zu den Schülern. Mir fehlte aber der direkte Austausch mit ihnen im Unterricht.“ Den habe er oft nur noch gehabt, wenn er Referendare betreut habe. „Da konnte ich mir für meinen eigenen Unterricht immer wieder auch neue Methoden abschauen, die diese direkt von der Uni mitgebracht haben. Was mir gefallen hat, habe ich in meinen eigenen Unterricht eingebaut“, so der sympathische Pädagoge, der sich freut, bald wieder vor Klassen zu stehen, um vor allem Latein zu unterrichten. „Da ist der Bedarf in Solingen besonders groß.“ Aber auch Musikunterricht wird auf seinem Stundenplan stehen.

Apropos Musik

Eine große Abschiedsfeier wäre seine Sache nicht gewesen, das hat Christof Krügermann Schülerschaft und Eltern gesagt. „Seit Januar weiß das Kollegium Bescheid, dass ich am Ende des Schuljahrs gehen werde“, so Krügermann, der berichtete, dass die Auswahl für die Neubesetzung seiner Stelle „in den letzten Zügen“ sei. Trotz Ferien findet man Krügermann nachmittags in seinem bald Ex-Büro. „Ich sortiere aus und räume auf“, erzählt er mit leicht gequältem Blick ob der Menge an Papier, das sich in den letzten sechseinhalb Jahren angesammelt hat. Auf dem  großen Besprechungstisch steht ein Abschieds-Blumenstrauß und auch die oder der eine Kollege schaut noch einmal persönlich herein, um sich zu verabschieden und Christof Krügermann „alles Gute“ zu wünschen. „Mit meinen Kollegen aus der Fachgruppe Musik habe ich vor einigen Tagen ein paar Stunden Musik gemacht. Das war ihr Abschiedsgeschenk für mich.“ Die Stücke habe er sich aussuchen können. Alle hätten sie nicht geschafft zu spielen in den gut vier Stunden. Einig seien sie sich gewesen, dass man dieses gemeinsame Musizieren wiederholen werde.

„Sonst habe ich immer die scheidenden Kollegen verabschiedet.“

„In diesem Jahr war ich unter den Kolleginnen und Kollegen, die in Pension, in Elternzeit oder an eine andere Schule wechseln. In den Jahren zuvor habe ich diese Verabschiedung vorgenommen“, erzählt Christof Krügermann mit dem sprichwörtlichen „lachenden und weinenden Auge“. Am Gymnasium Hochdahl jedenfalls wird der beliebe Schulleiter eine Lücke hinterlassen. Seine neue Wirkungsstätte in Solingen am Gymnasium Schwertstraße hingegen kann sich auf einen engagierten Pädagogen freuen.

Auch wir von erkrath.jetzt wünschen Christof Krügermann alles Gute für seine neue Stelle als Latein- und Musiklehrer. Und erinnern mit einer Aufnahme von der Einschulung der 5-Klässler 2018. Wie alle anderen Neuzugänge wurden sie mit bunten Ballons begrüßt. Eine Tradition am Gymnasium Hochdahl, wenn nicht gerade eine zu hohe Corona-Inzidenz sie verhindert.

Christof Krügermann bei Einschulung der Fünftklässler 2018. Foto: RG

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