Radio vs Digitaljournalismus

Sie sind die 'Radio-Macher' am GymNeander: Max, Nora, Maria (Vorn von links nach rechts), Oskar, Ivan, Stefanie, Miriam und Pia (Hinten von links nach rechts).

Wie sieht die Zukunft der Medien aus? Schüler der Radio AG des GymNeander im Austausch mit erkrath.jetzt.

Volker Förster ist pädagogischer Mitarbeiter am GymNeander und leitet die Radio AG. Er selbst ist Bürgerfunkpionier und gestaltet Bürgerfunk bereits fast so lange mit, wie es diesen gibt. Ein kleines Studio bietet auch im Gymnasium am Neandertal die passende Arbeitsumgebung.

Stefanie, Maria, Miriam, Pia, Nora, Oskar, Ivan und Max, das Team der Radio AG, hatten vorab schon einige Fragen an mich zusammengestellt. Wie es zur Gründung von erkrath.jetzt kam, wann der Startschuss fiel, wer zum Team gehört und wie wir erkrath.jetzt und unser Leben finanzieren, wollte das Radio Team unter anderem wissen. Ich erzählte vom Zeitungssterben und vom Zusammenlegen von Redaktionen. Ich berichte vom Aus der Wochenpost und dem Sparkurs des Verlags, für den wir als freie Journalisten gearbeitet haben, bis wir Ende Oktober die Genossenschaft gegründeten und zum 1. November 2019 mit erkrath.jetzt online ging. “Gegründet haben wir mit unserem privaten Kapital in Form von freiwillig mehr übernommenen Genossenschaftsanteilen. Die Einnahmen aus freiwilligen Abonnements unserer Leser decken die Fixkosten. Einkommen erzielen wir damit noch nicht”, berichtete ich der Radio-Crew, um klar zu machen, dass ein Start up fast immer auch mit Risiken verbunden ist. Die Genossenschaft ist nicht Gewinn-orientiert, dennoch kann es erkrath.jetzt langfristig nur geben, wenn Mitarbeitende damit auch ihren Lebensunterhalt bestreiten können.

“Ihr erlebt gerade eine Zeit, in der sich die Medienlandschaft stark verändert. Viele Printmedien sterben und ob sich Digitaljournalismus ausreichend finanzieren kann, ist noch unklar”, erklärte Volker Förster den Schülern.

Was sind dir Vorteile gegenüber einem Printmedium?
Wie kommt Ihr an die Inhalte und Informationen?

Zwei Fragen, die direkt auf unsere Arbeit abzielen. “Schnelligkeit, geringere Kosten, Schonung der Umwelt”, war die erste Frage schnell beantwortet. Zur Beantwortung der zweiten Frage erzählte ich ein wenig aus unserem Redaktionsalltag. Einige Fragen weiter war dann aber die Radio AG mit einem Bericht über Schule und Radio AG an der Reihe. Die Mitglieder der Radio AG sind unterschiedliche lange im Team von einer Woche bis zu dreieinhalb Jahren. Aktuell arbeitet das Team an der 15. Ausgabe des Pausenradios, dass vor drei Jahren startete.

Nora ist erst kurz im Team. Foto: RG

Mitschnitt der Redebeiträge

Während im Studio vorab schon meine Redebeiträge mitgeschnitten wurden, war nun Stefanie an der Reihe. Über Erfahrung am Mikro verfügt sie schon von Veranstaltungen. “An unserer Schule beginnt die Medienerziehung schon in der fünften Klasse, in der der grundsätzliche Umgang mit Computern geübt wird”, verriet sie den Zuhörern. In den Klassen sechs und sieben folge dann der Umgang mit Word, Excel und Powerpoint und später dann der Umgang mit dem Internet, Urheberrecht, Persönlichkeitsrecht und Sozialen Medien. Auch Informationen über Computerviren würden vermittelt.

“Im Selbstlernzentrum stehen circa 20 Rechner. In zwei großen Computerräumen stehen noch einmal 32 und 36 PC’s zur Verfügung. Auch in der Medienwerkstatt mit Tonstudio stehen acht PC’s”, werden Zuhörer des Mitschnitts später noch von ihr erfahren. Jeder Raum in der Schule verfügt über einen eigenen PC oder Laptop und darüber hinaus gäbe es auch noch drei mobile Laptopschränke.

Die Radio AG gibt es bereits seit sieben Jahren, seit fünf Jahren eine Film AG und seit drei Jahren das Pausenradio. Auch einen Workshop für Musikproduktionen, Podcasts und Hörspiele gibt es am GymNeander und ausgebildete Medienscouts als Ansprechpartner für die Schüler vervollständigen das Medienangebot.

Irgend etwas mit Medien?

Das kann sich zumindest ein großer Teil der jungen Leute später auch beruflich vorstellen. Mit dem Hinweis, dass wir bei erkrath.jetzt auch Bürgerreportern die Möglichkeit geben bei uns Artikel einzureichen, haben wir uns dann voneinander verabschiedet. Aber natürlich nicht ohne das Pia auch noch ein Foto von mir machen durfte. Für den Instagram-Account der Radio AG. Das hatte ich schon zu Beginn meines Besuchs erledigt und Nora gefragt, ob ich mit einem Bild von ihr posten dürfte, dass ich zu Besuch bin. Manchmal sind wir ‘Älteren’, dann doch noch ein wenig schneller. 😉


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1 Kommentar

  1. Radio wird es immer geben, aber in anderer Form.
    Heute muss man die Weichen für morgen stellen. Kommentare frei wählbar, Musik frei wählbar, Informationen echt und sauber aufbereitet, Nachrichten aktueller denn je. Internet macht es vor!

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