Pipeline-Kampf geht weiter

Symbolbild Pipeline: douchewand/ Pixabay

Bereits seit Jahren steht die Diskussion um eine CO- Pipeline im Raum. Durch eine 67 Kilometer langes Rohrnetz soll giftiges Kohlenmonoxid (CO) von Dormagen nach Krefeld- Uerdingen –auch durch Erkrath- transportiert werden.

Ein jahrelanges Prüfverfahren, das immer wieder durch Proteste von privaten Organisationen, Naturschützern und der Politik unterbrochen wurde, scheint abgeschlossen zu sein. Die Bezirksregierung Düsseldorf teilte den Kollegen vom WDR mit, dass der Bau der Pipeline durch das Leverkusener Unternehmen Covestro genehmigt wurde. „Mit dieser Genehmigung ist vorerst ausschließlich der Bau gemeint, die Erlaubnis zur Inbetriebnahme steht noch immer offen“, heißt es weiter. Ärger und Unverständnis ruft die Mitteilung trotzdem hervor. Bernhard Osterwind, Fraktionsvorsitzender der BmU kritisiert die Freigabe für die Restarbeiten an der CO-Pipeline durch die Bezirksregierung. „Es ist im Grunde eine politische Entscheidung und keine juristische Entscheidung, ob das heimtückische, giftige Gas durch Erkrath geleitet werden darf. Was legal sein mag, ist noch lange nicht legitim“, so seine Meinung. „Die örtlichen Parteien, insbesondere CDU und SPD versagen, den Bürgerwillen erfolgreich in den Landtag zu tragen.”

Wolfgang Cüppers, CDU-Ratsmitglied und Gründer der Interessengemeinschaft Erkrath ist seit 13 Jahren an dem Thema CO-Pipeline dran. Auch für ihn kommt der Beschluss der Bezirksregierung plötzlich und unerwartet. Schließlich läuft aktuell noch eine Prüfung zur Rechtmäßigkeit der Pipeline, deren mündliche Verhandlung erst für den 19. August dieses Jahres terminiert ist. „Die Firma Covestro gibt Geld aus, um Tatsachen zu schaffen. Eigentlich sollte man das Gerichtsverfahren erst einmal abwarten. Das ist respektlos dem Gericht, aber auch den Bürgern gegenüber“, so Cüppers. Auf Bernhard Osterwinds Ausführungen erwidert Cüppers, dass sich gleich mehrere Landtagsabgeordnete gegen die Pipeline ausgesprochen haben. Dazu zählt- laut seiner Aussage- sowohl der CDU Landtagsabgeordneter Harald Giebel, als auch der Grünen- Abgeordnete Johannes Remmel. „Außerdem sollten wir bei diesem Thema keinen Wahlkampf betreiben, sondern auch weiterhin gemeinsam für die Sache und gegen die Pipeline kämpfen, wie es in der Vergangenheit auch alle Fraktionen der Stadt Erkrath getan haben“, so Cüppers.

Wissenswertes: Weitere Informationen zum Kampf gegen die CO-Pipeline gibt es hier.


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