Pauline ist Erkraths beste “Vorleserin”

(von links) Efe, Nick, Pauline, Shirin und Nika haben in diesem Jahr am Stadtentscheid des Vorlesewettbewerbes teilgenommen Foto: Tanja Bamme

Zum mittlerweile 61. Mal veranstaltete der Börsenverein des Deutschen Buchhandels den bundesweiten Vorlesewettbewerb. Für den Stadtentscheid Erkrath haben sich im Vorfeld fünf Sechstklässler qualifiziert, die am vergangenen Montag in der Stadtbücherei Hochdahl am Bürgerhaus gegeneinander angetreten sind.

Die Regularien sind seit jeher dieselben: So darf zunächst für drei Minuten ein Wunschtext vorgelesen werden, danach bekommen die jungen Teilnehmer einen bisher unbekannten Text vorgelegt. Zunächst vorweg: Die dreiköpfige Jury, bestehend aus Nadja Hopmann von der Buchhandlung Weber, Autorin Claudia Birkheuer und Susanne Kürbis vom Förderverein der Stadtbücherei, hatten es nicht einfach. Alle jungen Vorleser glänzen mit spannenden und gut vorgetragenen Texten. Letztlich konnte sich jedoch die elfjährige Pauline gegen ihre vier Kontrahenten durchsetzen. Zunächst las die Schülerin des Gymnasiums am Neandertal aus ihrem Jugendkrimi „Ruby Redford: Gefährlicher als Eis“ vor, bevor sie von Anne Heimannsberg-Schmidt, Leiterin der Stadtbücherei Erkrath, einen Fremdtext vorgelegt bekam. In dem Buch „Arthur und die schreckliche Scheuch“ ging es um einen auf dem Dachboden lebenden Zauberer. Ein bisher noch unveröffentlichtes Buch, welches freundlicherweise von der Buchhandlung Weber am Hochdahler Markt zur Verfügung gestellt wurde.

Beinah theatermäßig schlüpfte Pauline in die Rollen der Protagonisten. Nicht weniger begabt waren Efe (12) und Shirin (12) von der Carl-Fuhlrott-Schule sowie Nick (12) von der Realschule Hochdahl und Nika (12) vom Gymnasium Hochdahl. Letztlich überzeugte Paulina in der Gesamtwertung, die den Kategorisierungen Lesetechnik, Interpretation und Textauswahl untergeordnet war. „Wir haben hitzig diskutiert“, gibt Nadja Hopmann kurz vor der Preisverleihung wieder. Mit der Bekanntgabe der jungen Gewinnerin fällt letztlich die Anspannung von allen Schülern ab. „Es war schon ganz schön aufregend“, berichten Nika und Pauline, die im Vorfeld zahlreichen Freunden und Familienmitgliedern vorgelesen haben. „Man selbst liest schließlich eher leise im Kopf mit“, so die Schülerinnen.

Dass der Vorlesewettbewerb alljährlich die Begeisterung für Bücher wecken soll, erfreut Anne Heimannsberg-Schmidt. „In der sechsten Klasse findet oft ein Leseknick statt. Die Schüler interessieren sich dann für andere Hobbys, nicht aber für ein Buch“, ist sich die Einrichtungsleiterin sicher.

Für Pauline gibt es nur eine kurze Ruhephase, denn am 20. Februar wird sie in Heiligenhaus die Stadt Erkrath vertreten und vielleicht im Anschluss auf Landesebene weiterlesen. Unsere Daumen, liebe Pauline, sind auf jeden Fall ganz fest für dich gedrückt.


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