Ökumenisches Bildungswerk lädt zur Begegnung mit dem jüdischen Glauben ein

Symbolbild - Foto: ESchwartz / Pixabay

Jüdisches Leben und Selbstverständnis in Deutschland. Ein permanenter Ausnahme­zustand?

Unter diesem Titel findet am 16. Januar 2020 um 20 Uhr die kommende Veranstaltung des Ökumenischen Bildungswerks Hochdahl im Evangelischen Gemeindehaus Sandheide im Hans-Sachs-Weg 1 statt. Rabbiner Jechiel Brukner aus Köln ist an diesem Abend zu Gast.

Aus der Ankündigung des Abends:

Für die Stadt Köln und ihre jüdische Gemeinde wird 2021 ein besonderes Gedenkjahr. Ein Dekret, das der römische Kaiser vor dann 1700 Jahren zugunsten der im damaligen Köln ansäs­sigen Juden erlassen hatte, ist das früheste Zeugnis von der Existenz einer jüdischen Gemeinde nördlich der Alpen. Aus die­sem Anlass wird in der Altstadt ein Museum gebaut, das die jüdi­sche Geschichte der Stadt von den Anfängen bis zur Shoah und den zaghaften Wiederbeginn jüdischen Lebens nach 1945 do­kumentieren soll.

Aber nicht nur die Vergangenheit, sondern auch die Gegenwart wirft ihren Schatten auf das Jubiläumsjahr. Nach der jüngsten Häufung von Übergriffen auf Juden in Deutschland ist von einer neuen Welle des Antisemitismus die Rede. Umso dringlicher stellt sich die Frage, was wir jenseits von Vorurteilen eigentlich über das religiöse, soziale und kulturelle Leben der Juden in der deutschen Diaspora wissen – über die Arbeit in den Gemeinden und die Herausforderungen, vor denen auch die Vermittlung des jüdischen Glaubens angesichts der zunehmenden Säkularisie­rung steht.

Und wie Juden ihre Identität in einer Gesellschaft be­haupten können, in der sie wiederkehrenden Anfeindungen aus­gesetzt sind? Die Antworten, die der Kölner Rabbiner darauf ge­ben wird, sind Anregungen zum Nachdenken und für den Dialog.

Jechiel Brukner (*1957), seit 2018 Rabbiner der Synagogen­gemeinde in Köln, ist in Zürich geboren und aufgewachsen. Nach dem Talmud- und Pädagogikstudium an einer jüdischen Hochschule im schweizerischen Montreux unterrichte er an ei­nem jüdischen Gymnasium in Zürich, bevor er nach Israel ging. Dort setzte er sein Studium fort, wurde zum Rabbiner ordiniert und leitete später eine Talmud-Schule. Vor seiner Berufung nach Köln hat er fünf Jahre lang in München gelebt und dort mit dem Anliegen, ein modernes und lebensnahes Glaubensverständnis zu vermitteln, das Jüdische Bildungs- und Kulturzentrum aufge­baut.


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