Neue Gesichter im Stadtteilbeirat

Der neue Stadtteilbeirat der Sozialen Stadt Sandheide/ Foto: Tanja Bamme

Die neunte Sitzung des Stadtteilbeirats Sandheide, die am vergangenen Dienstag im Bürgerhaus Hochdahl stattfand, war mit zahlreichen, wichtigen Tagesordnungen bestückt.

Zunächst mussten die amtierenden Beiratsmitglieder aus einem erfreulichen Grund die Geschäftsordnung ändern, um künftig mehr Personen die Chance zur Teilnahme zu ermöglichen. Die zuvor auf 15-Mitglieder limitierte Liste wurde um einen zusätzlichen Bewohnerplatz sowie um einen Platz im Bereich Integration erweitert. „Es ist wirklich schön, dass sich so viele Menschen in der Sandheide engagieren möchten“, argumentierte Daniela Bilobrk ihre Zustimmung zur Änderung. Sie selbst gehört bereits seit der Initiierung des Stadtteilbeirats zum festen Mitgliederstamm.

Was ist der Verfügungsfonds?

Der Stadtteilbeirat verfügt über die Gelder des Verfügungsfonds, die zur Aufwertung des Quartiers Sandheide genutzt werden. Privatpersonen, aber auch Vereine und Organisationen können Maßnahmen entwickeln und Gelder in maximaler Höhe von 2.000 Euro beantragen.

Insgesamt darf sich der Stadtteilbeirat über zwei Um- und zwei Neubesetzungen freuen. Karin Blomenkamp, die den Hochdahlern als Leiterin des Naturschutzzentrums Bruchhausen bekannt sein dürfte, gehört zur neuen Riege des Beirats. „Meinen ersten Wohnsitz habe ich in der Sandheide“, verrät Blomenkamp bei einer kurzen Vorstellung und zeigte sich vom Engagement der Sandheider begeistert. Sie selbst bringt sich bereits in den Projekten Heimatgarten und Blühstreifen ein. Anke Nordick, Sprecherin der Erkrather Tagesmütter, wird künftig als Vertreterin für den Bereich Kleinkinder und Familien im Beirat vertreten sein. „Ich lebe seit zehn Jahren in Hochdahl und engagiere mich in vielen Bereichen“, so Nordick, die mit ihrer Teilnahme im Stadtteilbeirat gerne anderen Menschen etwas zurückgeben möchte.

Ebenfalls neu ist Bianka Klinkhofer, die seit zwei Jahren eine Sandheider Anwohnerin ist. Die 42-Jährige hatte viele Jahre die Säuberung zahlreicher Treppenhäuser in den Stadtteil übernommen und dadurch die Menschen kennengelernt. „Ich möchte gerne mitwirken und etwas bewegen“, so ihr Ansporn. Aktuell arbeitet sie in der Uni Düsseldorf und ist mitunter Kreisvorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, um sich für bessere Arbeitsbedingungen einzusetzen. Lutz Gallasch ist der einzige männliche Neuling in der Runde. „Ich habe die Aktivitäten des Stadtteilbeirats mit Interesse verfolgt und möchte mich gerne engagieren“, erklärt er. Gallasch ist verheiratet, hat zwei Kinder und wohnt „schon seit Ewigkeiten“ in der Sandheide.

Ein Bücherschrank für den Sandheider Markt

Da der Stadtteilbeirat die Gelder des Verfügungsfonds der Sozialen Stadt Sandheide verwaltet, durfte der neue Beiratszusammenschluss sofort über ein neues Projekt entscheiden. Einstimmig sprachen sich die Anwesenden dafür aus, künftig einen Bücherschrank am Sandheider Markt zu installieren. Eingereicht wurde der Antrag von dem Sandheider Bewohner Daniel Kosman, der sich vorstellen könnte, den Schrank aus Metall zu bauen und an die Bänke zwischen der Kupferkanne und dem Secondhandladen des SKFM Erkrath zu montieren. Schrankpaten sollen sich künftig darum kümmern, dass dieser nicht dem Vandalismus zum Opfer fällt. Eine Plexiglasscheibe könnte die Bücher zudem vor der Witterung schützen. „Es gab einige Anregungen, die nochmal final besprochen werden müssen“, erklärt Quartiersmanagerin Saskia Goebel, die im Anschluss an die Projektbewilligung auf die diesjährigen Projekte des Quartiersmanagements einging. Darunter zählt beispielsweise das Filmprojet „Die Sandheide- Ein Quartier, viele Gesichter“, der diesjährige Spielesommer Sandheide und das Projekt Heimatgarten.

Wissenswertes: Neu im hauptamtlichen Team der Sozialen Stadt Sandheide ist Laura Rolshoven. Seit dem 1. Oktober dieses Jahres ist sie Mitarbeiterin im Amt Tiefbau/ Straßen/ Grün und dort für „grüne“ Maßnahmen zuständig. Vorher hat sie im Stadtplanungsamt der Stadt Köln gearbeitet. Selbst kommt sie aus Düsseldorf.

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2 Kommentare

  1. Lieber Herr/ Frau Schneider (bitte Kommentare mit vollständigem Namen angeben),
    wenn sie unseren Artikel gelesen haben, werden ihnen die neuen Mitglieder vorgestellt. Auf Grund der anhaltenden Corona-Pandemie und den noch immer steigenden Zahlen halten wir uns vor, eine solch große Anzahl an Menschen aus Sicherheitsgründen mit Maske zu fotografieren. In Zukunft wird es sicher wieder Gelegenheiten geben, den Stadtteilbeirat wieder unter normalen Umständen ins rechte Licht zu rücken. Bleiben sie gesund und beste Grüße, Tanja Bamme

  2. Liebe Redaktion, welche neuen Gesichter? im Stadtteilbeirat.
    Die Masken wären bestimmt fürs Foto nicht nötig gewesen. Wie soll man die Leute erkennen ?
    Liebe Grüße U. S.

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