Inklusion im Kreis Mettmann

Kreis Mettmann

Symbolbild Kinder, Spielen, Betreuung/ Pixabay: FeeLoona

Bereits im elften Jahr und aktuell im dritten Projektzeitraum arbeiten der Kreis Mettmann und die Universität Köln im Bereich der schulischen Inklusion erfolgreich zusammen. Ausgehend von der in 2009 durch die Bundesrepublik Deutschland ratifizierten UN-Behindertenrechtskonvention intensivierte die Kreisverwaltung im Jahre 2010 ihre Bemühungen für die schulische Inklusion.

„Schon damals stand außer Frage, dass der Veränderungsprozess langfristig anzulegen und zu realisieren ist“, erinnerte Landrat Thomas Hendele jetzt anlässlich der Übergabe des wissenschaftlichen Abschlussberichtes zu „Mettmann 2.0“. Damals erstmalig durch den Kreis mit der wissenschaftlichen Begleitung des Prozesses zur schulischen Inklusion beauftragt kam so der Uni Köln von Anbeginn an eine bedeutsame Rolle zu.

Die erprobten Partner verbindet bis heute die Zielsetzung, die Schulen des Gemeinsamen Lernens im Kreis Mettmann bestmöglich in ihrem Inklusionsauftrag zu unterstützen. „Gemeinsam soll erreicht werden, dass die Schulen in der Region inhaltlich und organisatorisch so ausgestattet sind, dass kein Kind zurückgelassen wird“, so Hendele.

Der Fokus des langjährig gewachsenen und mittlerweile bundesweit beachteten Projektes richtete sich von Beginn an auf die Kinder, die unter erhöhten psychosozialen Risiken stehen. Der nun veröffentlichte, von der Universität Köln in Kooperation mit der Universität Potsdam verfasste Bericht beinhaltet wertvolle Erkenntnisse aus den von 2015 bis 2018 umfangreich geführten Studien an Kitas, Grund- und Hauptschulen im Kreis Mettmann. „In dem Bericht liegen spannende Schätze“, so der Projektverantwortliche bei der Uni Köln, Prof. Dr. Thomas Hennemann. „Der eigentliche Schatz aber liegt in den Schulen selber.“ Tatsächlich hat sich die Wirksamkeit der entwickelten, bereits im Vorschulalter in den Kitas erprobten und in den Grundschulen fortgesetzten Ansätze in Form multimodaler Förderung auch im Schulamt bereits gezeigt. „Wir nehmen wahr, dass die Handlungssicherheit von Pädagoginnen und Pädagogen in den teilnehmenden Schulen gewachsen ist“, so Andrea Terwint. Die Schulamtsdirektorin im Schulamt für den Kreis Mettmann begleitet das Projekt bereits im achten Jahr und ist überzeugt: „Die Wirksamkeit ist von allen Beteiligten unbestritten.“

Der landesweiten Strahlkraft des Projektes angemessen planten die Projektverantwortlichen im Schulamt und bei der Uni Köln zur Präsentation des Berichtes der Öffentlichkeit zunächst eine hochrangig besetzte Abschlussveranstaltung. Pandemiebedingt wurde der Bericht jedoch schließlich in kleinem Kreise an Landrat Thomas Hendele und Kreisdirektor Martin M. Richter überreicht. Interessierte finden den Bericht auf der Homepage des Kreises www.kreis-mettmann.de im Bereich „Schule und Bildung“.

Hennemann resümiert: „Bei den meisten Kindern konnten im Rahmen der Studien aus Mettmann 2.0 Verbesserungen festgestellt werden. Das war uns jedoch nicht genug. Deshalb knüpfen wir jetzt im Rahmen von Mettmann 3.0 an die positiven Erkenntnisgewinne an und gehen von der Betrachtung von Einzelfällen nun mit ganzen Gruppen in die Umsetzung.“

Die Partner sind sich einig: „Es handelt sich um eine Generationsaufgabe über mindestens 25 Jahre.“ Die Erkenntnisse geben viel Hoffnung, eine noch stärkere Verzahnung von Kita und Grundschule zu erreichen und so die Übergänge der Kinder noch weiter zu verbessern. Dabei ist das Vorschuljahr von besonderer Relevanz.

Gemeinsam entwickeln die Partner die Projekte stetig weiter und beraten schon jetzt die Fortsetzung der Zusammenarbeit auch über Mettmann 3.0 hinaus.

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