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Initiativen überreichen Unterschriftenlisten

Die erste Ratssitzung des neuen Jahres war mit zahlreichen wichtigen Tagespunkten versehen. Allem voran hatten gleich zwei Gruppierungen die Möglichkeit, Unterschriften gegen geplante Neubauvorhaben einzureichen. Die Naturschutzgemeinschaft Neandertal (NSG) informiert bereits seit Monaten über das von ihrer Seite ungewollte Vorhaben, an der Neanderhöhe ein neues Gewerbegebiet zu errichten.

Die Mitglieder haben es geschafft, 3070 Unterschriften zu sammeln. „Es ist gut möglich, dass Unterschriften doppelt vorkommen, schließlich haben wir sehr lange gesammelt“, verrät Mitinitiator Elmar Stertenbrink, der sich jedoch sicher ist, die notwendigen sieben Prozent der Einwohnerzahl, also 2550 Unterschriften, für einen Bürgerentscheid erzielt zu haben. Bis zur nächsten Ratssitzung am 21. März dieses Jahres im Bürgerhaus Hochdahl ist es nun an der Verwaltung, die genaue Zahl der Unterschriften zu ermitteln. „Dann könnte im Zuge der kommenden Europawahl im Mai eine Befragung durchgeführt werden“, hofft Stertenbrink. Ebenso ergeht es der Initiative Erkrath 21, die sich gegen den Neubau der neuen Feuer- und Rettungswache am ehemaligen Naturschutzgebiet Clever Feld zur Wehr setzen. Besonders die anberaumten Finanzierungskosten von über 30 Million Euro stoßen der Initiative übel auf.

2700 Unterschriften konnten von den Mitgliedern an Bürgermeister Christoph Schultz überreicht werden. Weitere Unterschriftenlisten können der Verwaltung bis zur kommenden Ratssitzung noch nachgereicht werden. „Wir haben noch Unterschriftenlisten im Umlauf“, weiß Elmar Stertenbrink, der gemeinsam mit rund 40 Mitgliedern der NSG der Ratssitzung auch weiterhin beiwohnte. Schließlich galt es von Seiten der Ratsmitglieder, die nächste Instanz einzuläuten und den Bebauungsplan für das Gebiet zu verabschieden. Zuvor stellte Peter Knitsch von der Fraktion „Bündnis 90/ Die Grünen“ jedoch den Antrag, die Entscheidung über den Bebauungsplan auf Grund des bevorstehenden Bürgerentscheids zu verschieben. „Wenn wir heute nicht abstimmen, liegen die Pläne brach“, argumentierte Christian Ritt von der BmU und erhielt mehrheitlich Zuspruch. Für Elmar Stertenbrink und weitere anwesenden Zuhörer ein Klatsche. „Wir haben gehofft, dass die Unterschriften mehr Eindruck machen und die Entscheidung über den Bebauungsplan vertagt wird.“

Weiter ging es mit einem Antrag von der BmU. Diese forderten, bei städtischen Flächen- also auch bei der Neanderhöhe- besonders Rücksicht auf eventuelle archäologische Funde walten und die Erschließungs- und Bauarbeiten archäologisch begleiten zu lassen. Die CDU verlangte darüber eine geheime Abstimmung, die schlussendlich mit 25 zu 15 Stimmen für den Antrag ausfiel. Und auch der anschließend diskutierte Bebauungsplan wurde nach Forderungen der CDU geheim abgestimmt. Das Ergebnis war jedoch dasselbe: 25 zu 15 Stimmen sprachen sich dafür aus.


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