Hochdahlerin warnt vor Betrugsfällen

Symbolbild Enkeltrick/ Pixabay: sabinevanerp

Immer wieder wird Anneliese Hagenberger (Name von der Redaktion geändert) Opfer von Betrugsfällen. Die resolute 76-Jährige lässt sich jedoch nicht so schnell hinter das Licht führen.

Am 22. Dezember vergangenen Jahres erhielt die Hochdahlerin ein übergroßes Paket nach Hause geliefert. „Das war so groß wie zwei Waschmaschinen und ganz leicht“, erinnert sich die Rentnerin, die in diesem Moment richtig reagierte. Sie nahm das Paket, das übrigens an ihren längst verstorbenen Mann adressiert war, gar nicht erst an. „Im neuen Jahr bekam ich dann eine Mahnung mit Zahlungsaufforderung in Höhe von 223 Euro. Mit diesem Schreiben bin ich zum Rechtsanwalt gegangen, der sofort die Löschung aller Daten bei dem Unternehmen gefordert hat“, erklärt die Seniorin.

Wenige Wochen später erhielt sie jedoch Werbung von der gleichen Firma, die Kinderkleidung und Spielwaren vertreibt. „Ich bin wieder zum Anwalt gegangen. Augenscheinlich wurden meine Daten trotz der Forderung des Anwalts beim ersten Mal nicht gelöscht“, so die Rentnerin. Diese Aktion hat das Fass bei der Dame zum Überlaufen gebracht, denn es war längst nicht der erste Betrugsversuch. Immer wieder erhält die Hochdahlerin Anrufe. „Der bekannte Enkeltrick wurde bei mir auch schon ausprobiert. Angeblich war ein Bekannter am Telefon. Ich konnte aber anhand der Stimme ausmachen, dass das nicht der Fall war.“

Auch hat sich ein angeblicher Mitarbeiter einer Apotheke bei ihr gemeldet, forderte persönliche Daten- von Anschrift über Telefonnummer und Kontodaten- ein. Auch hier schaltete Anneliese Hagenberger goldrichtig. „Ich weiß auch nicht, warum es immer mich trifft. Aber noch bin ich in der Lage, alles zu hinterfragen“, gibt sie wieder. Ihre Erfahrungen möchte die Rentnerin allerdings nicht unerwähnt lassen und wendete sich diesbezüglich an die Stadtverwaltung, die einen Kontakt mit dem Vorsitzenden des Seniorenrates, Timo Kremerius in die Wege leitete. „Ich möchte, dass ältere Menschen keine Angst davor haben, dubiose Sachen zu hinterfragen. Sie sollen nicht einfach Rechnungen bezahlen, aus Angst dass sie ansonsten Probleme bekommen“, fordert die Seniorin, die auch weiterhin Aufklärungsarbeit leisten möchte.

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