Haus Unterbach bekommt eine neue Zaunanlage

Symbolbild: stevepb; Pixabay

Der Zaun um das Parkgelände am Haus Unterbach ist in die Jahre gekommen. Der Eigentümer plant, eine zeitgemäße und neue Lösung anzustreben. Ein Frontgitterzaun soll den Bereich um das Denkmalgeschütze Areal künftig vor ungebetenen Gästen schützen.

Im vergangenen Planungsausschuss sprachen sich die Grünen allerdings gegen die neue Lösung aus. „Wir haben mit dem angedachten Zaun ein Problem. Er gleicht einem Zaun einer Justizvollzugsanstalt“, ist sich Peter Knitsch sicher. Und auch Rolf Steuber von der FDP zeigte sich von dem Vorhaben wenig begeistert. „Ziehen wir jetzt eine Mauer hoch, wie man sie zwischen den USA und Mexiko finden?“, fragt sich der Politiker, der zudem wissen wollte, wen der Zaun künftig schützen soll.

Bürgermeister Christoph Schultz gab an, dass schon vor langer Zeit ein Maschendrahtzaun um das Gelände gezogen wurde. „Wir sind dem Eigentümer dankbar, dass er die Parkanlage für Veranstaltungen wie etwa das Heimatfest oder den Sturm auf Haus Unterbach zur Verfügung stellt“, so Schultz, der den Zaun keinesfalls als Mauer bezeichnet. „Er gibt den Blick auf das Gelände noch immer frei.“

Helmuth Henschel, Fachbereichsleiter der Bauaufsicht, hat selbst die Gespräche mit dem Denkmalamt geführt. „In der Vergangenheit gab es immer wieder Übergriffe auf das Gelände. Mit der höheren und transparenten Zaunlösung haben wir einen attraktiven Mittelweg gefunden“, gab Henschel an, der zudem darauf verwies, dass lediglich über das Planungsrecht zu diskutieren sei. „Die Baugenehmigung für den Zaun werden wir kaum verhindern können.“

Dass der aktuelle Zaun erneuert werden muss, dessen war sich auch Wilfried Schmidt (CDU) sicher, der dem Vorhaben im Namen seiner Fraktion zustimmen konnte. Auch Bernhard Osterwind (BmU) sprach sich für die Maßnahme aus. „Der Schritt ist für uns nachvollziehbar und schützt vor Verunstaltung von Graffiti oder ähnlichem“, war sich Osterwind sicher, der mit Blick auf die Verwaltungsbank angab, dass die Stadt in der Vergangenheit ebenfalls nicht durch ästhetische Zauninstallationen geglänzt hat. Mit seinen Ausführungen zielte der Politiker auf die Einzäunung der Schule an der Schmiedestraße hin.

Wolfgang Cüppers (CDU) ergriff das Wort ebenfalls zu Gunsten des Eigentümers und zeigte sich dankbar, dass dieser vorhabe zu investieren. „Um das Haus Unterbach verläuft ein Wassergraben, der zudem eine Gefahrenstelle darstellt. Bei einem Unfall haftet der Eigentümer persönlich.“

Letztlich sprachen sich BmU, CDU und SPD mehrheitlich für die neue Zaunlösung aus, Grüne und FDP stimmten dagegen.  


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