‘Hand in Hand’ startet wieder mit Beratungen

Foto: Freundeskreis für Flüchtlinge e.V.

Mitte März 2020 müsste auch die Begegnungsstätte ‘Hand in Hand’ die Türen vorerst für Besucher schließen.

Allgemeine Öffnungszeiten für Beratungen waren wegen der geltenden Versammlungseinschränkungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie nicht mehr erlaubt. “Wir haben sofort ein Beratungshotline eingerichtet, über die sowohl telefonisch als auch per WhatsApp Kontakt aufgenommen werden konnte”, beschreibt Dieter Thelen, wie man dennoch versucht hat die Beratungen aufrecht zu erhalten.

Eine erste WhatsApp – Anfrage kam im Zuge dieser Sofortmaßnahmen dann von einem syrischen Flüchtling, dem wegen Corona betriebsbedingt gekündigt wurde. “Wir konnten ihm kurzfristig weiterhelfen, haben das Jobcenter entsprechend informiert und der Flüchtling erhielt übergangslos seine Leistungen”, macht Thelen deutlich, dass Hilfe auch in dieser Übergangszeit erfolgte.

In einem weiterer Fall habe das Jobcenter aus nicht bekannten Gründen die Mietzahlung eingestellt. Die Vermieterin drohte bereits mit fristloser Kündigung. “Wir konnten durch Vermitteln die fristlose Kündigung verhindern und erreichen, dass die Miete wieder fristgerecht vom Jobcenter überwiesen wird.”

Dennoch habe die Zahl der telefonischen Kontaktaufnahmen oder derer per Email nicht den sonst üblichen Besucherzahlen der Ratsuchenden im Hand in Hand entsprochen. Zum Teil hätte das daran gelegen, dass viele der Ehrenamtler des Hand in Hand in den vergangenen Wochen den Kontakt zu ihnen bekannten Besuchern telefonisch oder per WhatsApp aufrecht erhalten und sie so weiter betreut hätten. Auch hätten Jobcenter und andere Behörden in der Zeit des Shutdowns weniger Bescheide erlassen und notwendige Weiterbewilligungen von Amtswegen automatisch verlängert.

Wiedereröffnung des Hand in Hand

Mit dem Beginn der Lockerungen ist auch die Nachfrage nach Beratungen wieder angestiegen. “Vorstand und Beraterteam des Freundeskreises haben deshalb gemeinsam beschlossen, unter Berücksichtigung der vorgeschriebenen Hygiene- und Verhaltensmaßnahmen das Hand in Hand wieder für Beratungen zu öffnen”, erklärt Dieter Thelen die Entscheidung. Drei Teammitglieder werden aber vorerst auch weiterhin keine persönlichen Beratungen durchführen. Sie gehören selbst zur Risikogruppe.

Für die Wiedereröffnung wurde eigens ein Hygienekonzept entwickelt, das vom Ordnungsamt der Stadt Erkrath genehmigt wurde. Das Konzept beinhaltet unter anderem:

  • Bis auf Weiteres ist nur eine Eins-zu-Eins-Beratung nach  vorheriger Terminvereinbarung per WhatsApp bzw. telefonisch möglich.
  • Das Betreten des HiH ist nur mit einer Mund-Nasen-Bedeckung erlaubt.
  • Vor Beginn der Beratung hat der Ratsuchende seine Hände zu desinfizieren.
  • Der vorgeschriebene Abstand von 1,50mtr. ist einzuhalten.
  • Nach jeder Beratung wird eine entsprechende Flächendesinfektion durchgeführt vom Berater.

Ein auf dem Schreibtisch aufgestellte Acrylschutz sorgt zusätzlich für den Schutz von Beratern und Ratsuchenden. Zwei mobile Schutzwände hat der Freundeskreis für Flüchtlinge dankenswerterweise kostenlos von der Erkrather Firma Cutall zur Verfügung gestellt bekommen.

Die Kontaktaufnahme für die Terminvermittlung erfolgt telefonisch bzw. per WhatsApp unter 01520 – 1502695 oder per Mail: dieter.thelen@fkfe.de. Der Ratsuchende wird zur Vereinbarung eines Beratungstermins dann an einen Berater vermittelt.

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