Gebäudeenergiegesetz und Fortführung der Solarstromförderung

Kreis Mettmann

Symbolbild Solarstrom: Ulleo/ Pixabay

Endlich Planungssicherheit für Hausbesitzer: Nach vier Jahren politischen Ringens hat der Bundestag im Juni endlich die Weichen gestellt. Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) und die Streichung des Photovoltaik-Förderdeckels von 52 Gigawatt installierter Leistung wurden beschlossen.

Anfang Juli konnte endgültig Vollzug gemeldet werden, denn auch der Bundesrat hat beiden Initiativen zugestimmt. „Die Verabschiedung des GEG war überfällig“, so Dr. Tim Schmidla von der EnergieAgentur.NRW, „denn derzeit gibt es verschiedenste Energie-Verordnungen und -Gesetze, die ordnungsrechtlich alle nebeneinander gelten.“ Die Zusammenführung ins GEG wird somit das energieeffiziente Bauen und Sanieren vereinfachen. Andererseits kommt es gerade noch zur rechten Zeit, denn die EU fordert ab dem kommenden Jahr von allen Mitgliedsstaaten einen definierten Niedrigstenergiestandard für Gebäude, der nun auch endlich für Deutschland erklärt wurde. Dieser entspricht den bereits jetzt geltenden Gebäudeenergie-Standards, weshalb Kritiker des Gesetzes auch eine vertane Chance für den Klimaschutz sehen. „Besser bauen als das Gesetz es vorschreibt, geht aber natürlich immer“, sagt Peter Wobbe-von Twickel von ALTBAUNEU des Kreises Mettmann, „besonders bei der Sanierung eines alten „Energiefressers“ sollte ein bestmöglicher Gebäudeenergiestandard angestrebt werden, um Energiekosten einerseits und Klimaschutz andererseits auf lange Zeit im Griff zu haben.“

Zu einer positiven Einschätzung werden die Hausbesitzer kommen, die gerade eine Photovoltaik-Anlage planen. Dazu Wobbe-von Twickel weiter: „Mit der Abschaffung des 52-Gigawatt-Ausbaudeckels bleiben Solarstromanlagen attraktiv. Denn jetzt ist klar, dass bei neu gebauten Photovoltaik-Anlagen der selbsterzeugte Strom auch in Zukunft vergütet wird, wenn er ins öffentliche Netz einspeist wird. Das gibt Planungssicherheit und wird dem Ausbau der Stromerzeugung aus Sonnenenergie einen wichtigen weiteren Schub geben.“

Der Kreis Mettmann ist Mitglied im landesweiten Netz ALTBAUNEU, das zu Themen rund um Energieeffizienz im Gebäude informiert. Es wird vom Wirtschaftsministerium NRW unterstützt und durch die EnergieAgentur.NRW koordiniert.


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