Fleischwolf erobert die Bühne

Fleischwolf spielt "Mettcore" und begeistert damit ganze Generationen

Musik ist ihre Leidenschaft. Die Kumpels Olly, Eicky und Ziad sind gemeinsam die Band „Fleischwolf“ und leben für die ihre lauten Töne. Selbst beschreiben die Musiker, die sowohl in Mettmann als auch in Wülfrath ansässig sind, ihre Rhythmen als eine Mischung aus Rock, Heavy Metal, Hardcore, Punk und Krach. „Mettcore“ eben.

Obwohl sich die selbst ausgedachte Genrebeschreibung an das Heimatdörfchen Mettmann richtet, ist die Stilrichtung bis über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. 25-30 Auftritte können die Jungs jährlich verbuchen. „Einen Großteil unserer Konzerte spielen wir im Ruhrpott oder im Osten Deutschlands“, verrät Olly. „In diesen Bereichen ist die Szene für unsere Art von Musik am größten.“ Mit einem Hobby hat der Zeitaufwand eigentlich nichts mehr zu tun. Zweimal die Woche wird im eigenen Probenraum in Velbert geprobt. „Nicht für die Technik, sondern für die Ausdauer“, verraten die Bandmitglieder. Mettcore zu spielen ist nicht einfach. Die schnelle Musik bedarf höchster Konzentration.
Im März 2019 soll das neue Album erscheinen. „Wir haben bisher rund 20 eigene Lieder im Repertoire. Coversongs spielen wir eher selten“, erklärt Ziad, den einige noch als ehemaligen Bürgermeisterkandidaten kennen dürften. Eine EP sowie eine LP aus der Feder der Fleischwölfe gibt es bereits. Auch einen eigenen Youtube- Kanal, eine Homepage sowie eine Facebookseite weist die Band auf. Wer die Musik hört, lässt sich nicht in eine Schublade stecken. „Im Gegenteil. Unsere Konzerte und Festivals besuchen Zuschauer zwischen 16 und 60 Jahren. Ganz gemischt.“ Und so tummeln sich auch beim ersten Festival nach der Sommerpause rund 200 ganz unterschiedliche Besucher auf dem Gelände des Fux- Festivals, angrenzend an das Schwarzbachtal. Dort spielt Fleischwolf mit fünf anderen Bands. „Die Bands kennen sich untereinander“, erklärt Eicky, der von Hause aus Schwimmmeister ist. Und auch die Jungs von Fleischwolf haben eine gemeinsame Vergangenheit. Obwohl sich die Band erst 2016 gründete, gehört Musik seit der Jugendzeit zum Leben der drei Bandmitglieder. Gewollt puristisch sollen die Lieder sein. „Eicky spielt Bass, Olly Gitarre und Gesang, ich sitze am Schlagzeug. Das reicht“, ist sich Ziad sicher. Die Band mit weiteren Musikern aufzustocken kommt schon allein aus einem Grund nicht in Frage: „Dann lässt sich bei der Probe das Sixpack Bier nicht mehr fair teilen“, lacht Olly. Wer die Band auf dem Fux- Festival verpasst hat, bekommt in naher Zukunft noch weitere Gelegenheiten. Am 29. September treten Fleischwolf bei dem eigenen Labelfestival im „Don’t panic“ in Essen Zentrum auf. Weiter geht es am 6. Oktober im „The Tube“ in Düsseldorf. Dass das Interesse an Liveauftritten und Konzertbesuchen bei der Bevölkerung immer mehr nachlässt, finden die Bandmitglieder allerdings schade. „Ob es daran liegt, dass die Leute lieber 200 Euro für teure Rock am Ring- Karten investieren und danach pleite sind, günstigere Konzerte zu besuchen, könnte ein Grund sein“, schätzt Olly sarkastisch. Dabei lassen sich nur durch Konzertbesuche die kleineren Bands fördern! Mehr zu Fleischwolf, die sich auch für private Veranstaltungen buchen lassen, unter www.mettcore.de.

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