EVK Mettmann: Neue Krankenpflegeschule öffnet am Montag

v.l. EVK-Pflegedirektorin Dorothea Sandhäger, Schulleiter Karsten Hartdegen, Pflegedirektor des Kooperationskrankenhauses aus Wuppertal, Philipp Tessin und EVK-Geschäftsführerin Jessica Llerandi Pulido/ Foto: TB

12 Monate hat der Umbau des historischen Gebäudekomplexes am Evangelischen Krankenhaus Mettmann gedauert, bis er als neue und moderne Krankenpflegeschule wiedereröffnet werden konnte.

Bis zu 150 Schüler sollen demnächst auf drei Etagen einen digitalen und technisch höchst zeitgemäßen Unterricht besuchen können. Das berichtete EVK-Geschäftsführerin Jessica Llerandi Pulido kurz vor der offiziellen Eröffnung der neuen Schule. Ab Montag sollen drei von vier Etagen des alten Krankenhaustraktes mit neuem Leben gefüllt werden und sich sinnbildlich ein Kreis schließen. Denn vor 150 Jahren begann die Erfolgsgeschichte des heutigen Kreiskrankenhauses an eben dieser Stelle, gut sichtbar neben dem heutigen Bau des Krankenhauses.

Den Unterricht am Standort selbst anzubieten, das ist wiederum keine Neuheit am EVK. Die alte Krankenhausschule hinter der Fahrzeughalle hat nach 50 Jahren allerdings ausgedient. Büro- und Funktionsräume sollen Einzug halten in die früheren Klassenzimmer. In der neuen Krankenpflegeschule wartet hingegen ein allumfassendes Lernzentrum mit vier Klassenräumen, vier Gruppenräumen, zwei Demoräumen, einer eigenen Bibliothek mit digitalen und analogen Lernmitteln sowie eine Lounge mit Küchenzeile. 700 Quadratmeter verteilen sich auf die drei Etagen, die auch farblich voneinander unterteilt wurden.

Neuer Kooperationspartner aus Wuppertal

Das Mehr an Platz soll künftig auch mit mehr Schülern bestückt werden. „Wir wollen das Platzangebot sukzessiv mit bis zu 150 Schülern aufstocken“, berichtet Jessica Llerandi Pulido, die allerdings allein mit den EVK-Schülern das Kontingent nicht ausschöpfen kann. Eine neue Kooperation ist das EVK daher mit dem Agaplesion Bethesda Krankenhaus aus Wuppertal eingegangen. „Ein Drittel der Schüler kommen aus Wuppertal, zwei Drittel aus dem EVK Mettmann“, ergänzt die Geschäftsführerin, die nicht nur aufgrund des Schüleraufkommens in der Kooperationen einen Gewinn sieht. „Wir haben die gleichen Ziele und können somit den Ausbau der Region durch weitere Fachkräfte ausbauen.“

Auch Philipp Tessin, Pflegedirektor des Agaplesion Bethesda Krankenhauses aus Wuppertal ist von dem Erfolg des Zusammenschlusses überzeugt. „Wir können gemeinsam eine bestmögliche pflegerische Ausbildung anbieten“, so Tessin, der weiter auf die Strukturen eingeht. So werden die theoretischen Einheiten in der neuen Krankenpflegeschule in Mettmann stattfinden, die Praxisblöcke wiederum beim Trägerkrankenhaus selbst. Das Konzept der generalistischen Pflegeausbildung sieht zudem Ausbildungseinheiten an weiteren Kooperationsstandorten, wie etwa einer psychologischen Einrichtung sowie einer Einrichtung für Kinderheilpflege und Altenpflege vor. „Das hat für die Schüler den Vorteil, dass sie nach der Ausbildung wissen, in welchem Bereich sie arbeiten möchten“, erklärt EVK.Pflegedirektorin Dorothea Sandhäger, die die Werbetrommel für die neue Schule rührt. Anmelden können sich künftige Azubis schon jetzt für den Kurs, der im April kommenden Jahres startet.

Ausbildungskurse starten mehrmals im Jahr

„Wir starten zweimal im Jahr mit neuen Ausbildungskursen. Der im Sommer ist immer aufgrund der Schulabsolventen gut ausgelastet, für den April wollen wir noch weitere Schüler gewinnen“, erklärt Karsten Hartdegen, Schulleiter der Krankenpflegeschule. Um die Wartezeit bis zum Ausbildungsbeginn zu überbrücken, kann auch ein Freiwilliges Soziales Jahr absolviert werden. Über die Vorteile einer Ausbildung im EVK Mettmann haben wir bereits in diesem Artikel ausführlich berichtet.

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