Erkrather FDP reagiert auf die Kemmerich-Wahl in Thüringen

FDP Erkrath

Symbolbild: kschneider2991/ Pixabay

In seiner Sitzung am vergangenen Montag (10.02.), hat der Vorstand der Erkrather FDP, unter anderem über die jüngsten Ereignisse in Thüringen beraten und eine Resolution gegen Extremismus beschlossen.

Im Resolutionstext formulieren die Freien Demokraten eine scharfe Abgrenzung zur AfD und bezeichnen die Partei als rechtsextrem. Die Liberalen sehen sich dagegen zusammen mit CDU, SPD, Grünen und BmU als „demokratisches Zentrum“ in Erkrath und stellen klar, dass sich liberale Politik nur umsetzen ließe, wenn sie nicht von den „Stimmen von Extremisten“ abhängig sei. Dieser Haltung würden auch alle Kandidaten der FDP zur Kommunalwahl verpflichtet sein.

Die Resolution wurde von den Vorstandsmitgliedern Leonard Kern-Wagner und Rolf Steuber eingebracht und einstimmig beschlossen.

Resolutionstext im Original:

Resolution der Freien Demokraten Erkrath gegen Extremismus

Vor dem Hintergrund der jüngsten Ereignisse in Thüringen stellen wir Freien Demokraten in Erkrath folgendes fest:

Der Liberalismus als freiheitliche, fortschrittliche und individualistische Grundhaltung steht den politischen Extremen und damit auch dem Rechtsextremismus diametral entgegen. Der Rechtsextremismus ist einer der wichtigsten historischen und aktuellen Widersacher des Liberalismus.

Aus diesem Grund grenzen sich die Freien Demokraten in Erkrath -aufs Schärfste- von der AfD und ihren Vorfeldorganisationen ab. Wir identifizieren diese Partei als Bestandteil der „Neuen Rechten“, als rechtsradikal und rechtsextrem.

Wir verstehen uns gemeinsam mit CDU, SPD, Grünen und BmU als demokratisches Zentrum in unserer Stadt. Wenn einer unserer Kandidaten nur durch die Stimmen von Extremisten in ein Amt gelangen kann, so ist es unmöglich, in diesem Amt anschließend liberale Politik zu gestalten. Deshalb ergibt es keinen Sinn, ein solches Amt anzunehmen.

Diesen Grundsatz werden alle unsere Kandidaten zu den Kommunalwahlen 2020 und zu allen weiteren Wahlen, zu denen wir Kandidaten vorschlagen, akzeptieren.

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