Entwürfe Campus Sandheide ab 6. Juli online

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Eigentlich war Top 4 in der Sitzung des Schulausschuss am gestrigen Tag nur eine Informationsvorlage. Dennoch wurde heftig diskutiert.

Daniela Winter, Fachbereichsleiterin Immobilienmanagement Neubauprojekte in der Stadtverwaltung, gab zu Beginn des Tagesordnungspunkt einen Überblick über den Stand des Verfahrens. Unter den eingereichten Entwürfen gäbe es inzwischen einen Favoriten, der voraussichtlich auch den Auftrag erhalte und am kommenden Montag beauftragt werden könne. “Die Ausstellung des Wettbewerbs wird am dem 6. Juli 2020 digital zur Verfügung stehen”, kündigte Daniela Winter an.

Peter Knitsch hatte Fragen zum wegfallenden Bolzplatz, dem Kleinspielfeld auf der neuen Sporthalle und den Auswirkungen auf den Vereinssport, notwendigen Baumfällungen, Lärmschutz sowie energetischem Bauen und Klimaschutz. Bürgermeister Christoph Schultz sprach von einem Meilenstein für den Neubau und dass man möglichst klimaneutral bauen werde. Auch der Kreis werde sich hier für die Förderschule anpassen. “Nach dem Lärmschutz haben Sie zu Recht gefragt”, geht er auf Knitschs Fragen ein. “Hier werden wir voraussichtlich Lärmschutzwände errichten müssen.” In Bezug auf die Kapazitäten für den Vereinssport erklärte er, dass zwar eine Halle wegfalle, insgesamt mit dem Bau einer Dreifach-Sporthalle am GymNeander aber sogar eine Erweiterung stattfindet.

Detlef Ehlert machte Peter Knitsch darauf aufmerksam, dass die Details nach denen Peter Knitsch gefragt hatte, alle bereits in der Vergangenheit beantwortet wurden. In Bezug auf die vorliegenden Entwürfe plädierte Ehlert jedoch dafür den bestehenden Weg am Schulgelände zu erhalten, der in den Plänen wegfallen würde. Er lobt die zusätzlichen Nutzungsmöglichkeiten des Campus für die Sandheide und die soziale Stadt. GGS Schulleiterin Susanne Adomeit berichtete, dass die Schulen in den Auswahlprozess eingebunden war und sich ebenfalls für den Favorisierten Entwurf ausgesprochen haben. Daniela Winter erklärte, dass für den Campus Sandheide zwar 19 Bäume gefällt werden müssten, dafür aber 61 neue gepflanzt werden.

“Wir Grünen sehen das Verfahren kritisch”, ließ Knitsch nicht locker. Er stellte die pädagogische Sinnhaftigkeit der Zusammenlegung in Frage, bezweifelte das die Fläche ausreicht und befürchtete, dass pädagogische Belange auf der Strecke bleiben. Er kritisierte, dass ausschließlich CDU und SPD Mitglieder im Preisgericht saßen. Er bezweifelte, dass die Platznutzung fürs Kinderhaus, Schulen und Vereine reicht und betonte, dass die Grünen einen Parkplatz auf dem jetzigen Bolzplatz ablehnen. Auch befürchtet er, dass am Ende doch noch mehr Bäume wegfallen und das Kinderhaus an Attraktivität einbüße.

Bürgermeister Christoph Schultz wies ihn darauf hin, dass konstruktive Kritik in den Ausschüssen wünschenswert ist, dass aber zwischen konstruktiver Kritik und Meckern oder schlecht machen ein Unterschied besteht. Es müsse jetzt darum gehen, dass die Grundschule so schnell wie möglich wieder an ihren Standort käme. Die Förderschule befände sich derzeit in einem maroden Gebäude und auch hier sei dringender Handlungsbedarf. “Wo sollen die Schulen denn hin? Es gibt keinen besseren Standort.” Er warf Knitsch vor, dass er nur verzögern und nicht vorantreiben wolle. Dem pflichtete dann auch Marc Hildebrand bei. “Ich muss ich wundern. Sie sind zum ersten Mal hier im Ausschuss und stellen Fragen, die alle schon erörtert wurden. Da scheint etwas mit der Kommunikation in ihrer Fraktion nicht zu stimmen.”

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