Ein Tag des Erinnerns

Auf dem Friedhof Lindenheide in Mettmann wurde an das Schicksal zahlreicher Russlanddeutsche gedacht gedacht/ Foto: Lilija Zhimarin-Schlothauer

Am Samstag, den 28.08.2021 gedachte die Orts- und Kreisgruppe Mettmann der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e. V., Landesgruppe Nordrhein-Westfalen (LmDR NRW) in Kooperation mit Integration-Kulturzentrum (IKZ) e.V. im Kreis Mettmann dem 80. Jahrestag der Deportation der Deutschen in der ehemaligen UdSSR.

Im Rahmen einer Gedenkveranstaltung mit Kranzniederlegung am Sonntag, den 29.08.2021 um 11:00 Uhr erinnerte die Ortsgruppe und das Integration-Kulturzentrum e.V. im Kreis Mettmann an das Schicksal von rund 800.000 Deutschen in Russland, die durch Erlass des Präsidiums des Obersten Sowjets der UdSSR „Über die Übersiedlung der Deutschen, die in den Wolgarayons wohnen“ vom 28. August 1941 ihre Heimat verloren. Annähernd 150.000 Russlanddeutsche starben im Zusammenhang mit der Deportation durch Krankheit, Hunger, Zwangsarbeit oder Hinrichtung.

„Der 28. August ist ein Schlüsseldatum in der Geschichte der Russlanddeutschen. Trotz der Bedeutung und des großen Leids ist das Schicksal vieler Deutscher aus der ehemaligen UdSSR in der breiten Öffentlichkeit kaum bekannt. Dennoch darf man nicht unterschätzen, welch große und traumatische Bedeutung dieses Ereignis hat und auch noch tief in die Integration der Deutschen aus Russland in Deutschland hineinwirkt“, schreibt Mit-Organisatorin Lilija Zhimarin-Schlothauer von IKZ e.V. „Mit der Gedenkveranstaltung möchten wir auch die Öffentlichkeit sensibilisieren und informieren.“

Der Erlass des Präsidiums des Obersten Sowjets der UdSSR stand vor dem Hintergrund des deutschen Angriffs auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941. Alle Deutschen in Russland gerieten unter den fälschlichen Verdacht, mit Nazi-Deutschland zu kollaborieren. Selbst nach Kriegsende verbesserte sich die Situation der Deutschen in Russland nur langsam. Eine Rückkehr in ihre Heimat blieb ihnen verwehrt. Die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e. V. und ihre Ortsgruppe gedenken jährlich in ganz Deutschland am 28. August den Opfern der Deportation. Die Veranstaltung wird vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.

Foto: Zhimarin-Schlothauer
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