Ein kleines bisschen Karneval

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v.l. Sophie, Anke Ellinghaus, Präsident Udo Wolffram und Maren verteilen bunte Wurfmaterialtüten/ Foto: Tanja Bamme

Obwohl die Karnevalssession Corona-bedingt abgesagt wurde, hat die Große Erkrather KG trotzdem eine Alternatividee entwickelt.

Maren (14) und Sophie (15) fehlen ihre Auftritte. Die beiden Mädchen gehören der Tanzgarde Hoppedötze der Großen Erkrather Karnevalsgesellschaft an. Am Wochenende haben sie trotz Corona-Lockdown endlich mal wieder ihr Tanzkostüm anziehen können. Gemeinsam mit dem KG-Präsidenten Udo Wolffram verteilten die Mädchen im Haus Bavier und im CBT Haus Überraschungstüten mit Wurfmaterial. „Am Sonntag wäre hier eigentlich der Karnevalszug langgezogen“, zeigt sich Udo Wolffram beim Anblick der leeren Bahnstraße sichtlich enttäuscht. „So ganz können wir den Karneval aber nicht sein lassen und haben uns dafür eine Alternative überlegt.“ 520 Tüten haben die Hoppedötze gepackt. „Dafür haben die Mädchen rund zwei Tage gebraucht“, erklärt Hoppeditz-Betreuerin Anke Ellinghaus, die sich den karnevalistischen Spaß ebenfalls nicht nehmen lassen wollte. Gemeinsam mit ihrer Tochter Sophie rückte sie zur Tüten-Verteilung in den Seniorenheimen an.

Tüten gehen auch nach Hochdahl

Am Dienstag soll es weitergehen, dann werden insgesamt drei Zweiergruppen der Hoppedötze den Zugweg mit Tüten bestücken. „Wir verteilen, was bis dahin noch übrig ist“, erklärt Udo Wolffram, der mit dieser Aktion das diesjährige Wurfmaterial gut untergebracht weiß. „Wir hatten noch Süßigkeiten von letzten Jahr über, weil der Unterbacher Zug auf Grund von Sturmwarnungen abgesagt werden musste. Zudem haben wir wieder einig Süßigkeiten gesponsert bekommen“, so der Präsident. Gabi Gründker vom Johanniter-Wohnstift an der Hildener Straße zeigte sich von der Idee der Erkrather Karnevalisten so begeistert, dass sie nach Bekanntgabe der Verteilaktion für „ihre“ Senioren auch noch bunte Tütchen bestellte. „Da fahren wir die nächsten Tage gerne auch noch vorbei“, versichert Udo Wolffram. „Es ist schön zu sehen, dass wir mit unserer Aktion ein bisschen Karnevalsstimmung zu den Menschen bringen.“

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