Blumen fürs Hospiz

Landrat Thomas Hendele überreicht den symbolischen Blumenstrauß an Einrichtungsleiterin Silke Kirchmann/ Foto: TB

25 Jahre ist die Wunschbaum-Aktion in Erkrath schon alt. Im vorigen Jahr feierte das vorweihnachtliche Projekt sein silbernes Jubiläum. Beinah genauso lange spendet Landrat Thomas Hendele dem Franziskus Hospiz in Trills schon monatlichen einen Blumenstrauß für den Raum der Stille.

Eine Tradition, die auch in Zeiten von Corona nicht eingestellt wurde. „Eigentlich übergibt der Landrat jeweils zu Jahresbeginn den ersten Strauß an das Hospiz. Diesen Termin mussten wir in diesem Jahr leider etwas in die Jahresmitte verschieben“, berichtet Regina Wedding. Die stellvertretende Bürgermeisterin hatte die Federführung des Wunschbaums vor über 20 Jahren vom Initiator Ernst Buddenberg übernommen und seitdem mit Leidenschaft alle Jahre wieder für den Erhalt der Aktion gesorgt. Neu im Wunschbaumteam sind die CDU-Ratsfrauen Dorrin Shayesteh und Maria Schlechter-Heims, die ebenfalls an der Übergabe des Blumenstraußes teilnehmen konnten. Gespannt lauschten alle Beteiligten den Ausführungen von Einrichtungsleiterin Silke Kirchmann, die vom Alltag der Mitarbeiter und den Patienten berichten konnte.

Erschreckend waren dabei die aktuellen Zahlen. „Im vergangenen Jahr haben wir insgesamt 116 Menschen begleitet. In diesem Jahr sind wir schon jetzt bei 90 Patienten und werden wohl einen traurigen Rekord aufstellen“, ist sich Silke Kirchmann sicher, die daher umso mehr den Blumen des Landrats Bedeutung beimisst. „Unser Raum der Stille ist ein besonderer Ort, an dem die Menschen Ruhe finden. Die Blumen bringen Farbe und Freude in diesen Raum“, ist sich die Einrichtungsleiterin sicher, die auch das Engagement ihres hauptamtlichen und ehrenamtlichen Team lobt.  Und auch Landrat Hendele, der seinerzeit als Beigeordneter der Stadt Erkrath die Grundsteinlegung für das erste und noch immer einzige Hospiz im Kreis Mettmann mitbegleitet hat, ist die Einrichtung noch immer ein Paradebeispiel. „In dieser stationären Variante ist das Hospiz einzigartig im Kreis und ich freue mich jedes Jahr darauf, wieder hier her zu kommen und den Blumenstrauß zu übergeben.“ Die blumigen Grüße werden übrigens seit ebenso vielen Jahren vom Blumenladen Blumenfreund, der am Hochdahler Markt ansässig ist, zusammengestellt und ausgeliefert.

Wissenswertes: Dass es in einem Hospiz auch durchaus humorvoll zugehen kann, verrät ein Blick in den tierischen Besuchskalender der Einrichtung. Im August erwartet das Franziskus Hospiz zum wiederholten Male ein Pferd, das auch durch die Flure und in die Zimmer der Patienten darf. In den kommenden drei Wochen sind zudem Leih-Hühner auf dem Gelände anzutreffen. Die gackernden Gesellen dürfen ebenfalls in die Patientenzimmer und auf dem Betten sogar Körner picken. Als Dank für so viel unterhaltsame Abwechslung und Nähe gibt es dann kuschelige Streicheleinheiten.

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