AWO-Begegnungsstätten während Corona

AWO Kreis Mettmann

Aloisia Büschkes-Dorow vom i-Punkt am Sorgentelefon Foto: Klaus Kaselofsky

Die aktuelle Lockerung und Aufhebung von Einschränkungen in der Corona-Krise werden mit gemischten Gefühlen betrachtet. Hiermit setzt sich auch der AWO Kreisverband Mettmann auseinander.

Der Wohlfahrtsverband ist mit seinen Diensten und Einrichtungen für junge und alte Menschen mit den verschiedensten, sozialen Belangen tätig. Sie tragen dazu bei, den Menschen in der Region von Mettmann ein Hilfs- und Beratungsangebot zu machen und den ehrenamtlichen Einsatz zu unterstützen.

Seniorinnen und Senioren sind nach den Aussagen von Virologen wesentlich gefährdeter als andere Altersgruppen. Die Verantwortlichen der AWO im Kreis Mettmann betrachten dies weiterhin mit Sorge und sind bemüht, alles zu tun, um diese Zielgruppe zu schützen und zu unterstützen. Ältere Menschen leiden besonders unter der Corona-Krise und den Einschränkungen und Kontaktverboten. Auch wenn es partielle Lockerungen gibt, sind Isolation, Besuchs- und Ausgangsbeschränkungen die tägliche Realität für sie.

Hildegard Schröder, Geschäftsführerin des AWO Kreisverbandes, erklärt: „Deshalb ist es wichtig, dass wir mit den Seniorinnen und Senioren im Kontakt bleiben und kreative Wege finden, sie gerade in der Krisensituation als Partner zu begleiten.“

Das ist vor allem das Anliegen der 15 Begegnungsstätten in den Ortsvereinen der zehn kreisangehörigen Städte. Damit ist die AWO flächendeckend im Kreisgebiet tätig. In der Tat werden eine Vielzahl von Aktivitäten wahrgenommen. Allerdings sind diese kontaktlos, auf Distanz angelegt und nutzen virtuelle Informations- und Kommunikationstechnologien. So sind Info- und Sorgentelefondienste einrichtet, an denen Seniorenscouts Fragen beantworten, ein nettes Gespräch führen, Kontaktmöglichkeiten vermitteln, Einkaufsdienste organisieren. Einfach nur da sein und eine Ansprechpartnerin oder -partner zu haben, wird von den Älteren als entlastend empfunden. Aber auch alte Tugenden werden wieder erfunden. So wurden Henkelmänner angeschafft, in denen das Mittagessen statt bei einer gemeinsamen Mahlzeit abgeholt und mit nach Hause genommen werden kann. Die Palette der neuartigen durch Corona bedingten Angebote wird jeden Tag ergänzt. So wird es einen 14-tägigen Seniorenbrief übers Internet und im Prospektständer an der Außenwand der Begegnungsstätte mit Infos, Beschäftigungstipps und „Hausaufgaben“ wie das Lösen von Rätseln oder Gedächtnisübungen geben. „Das sind hervorragende Beispiele, um Einsamkeit von Älteren zu durchbrechen und mit ihnen in Verbindung zu bleiben“, begrüßt Klaus Kaselofsky, Vorsitzender des AWO Kreisverbandes Mettmann, die alternativen Aktivitäten. „Auf diese Weise nehmen die Begegnungsstätten ihre Aufgabe und Funktion in veränderter Weise wahr. Sie bleiben Partner auf dem Weg durch das Leben der Seniorinnen und Senioren.“

Informationen über die einzelnen Angebote sind übers Internet bei den Begegnungsstätten zu erfahren. Telefonische Auskünfte erteilt: Anabela Barata, Tel 02104-970729


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