2020 bleiben die grünen Tore geschlossen

Claudia Birkheuer bei einer Lesung. Foto: Ria Garcia

Claudia Birkheuer, Künstlerin und Autorin, öffnete 15 Jahre lang ihr Atelier in der alten Schmiede zum Trillser Straßenfest.

In diesem Jahr bleiben die grünen Tore an der Bruchhauser Straße für Besucher geschlossen. Die Corona-Pandemie hat zur Absage des Trillser Straßenfests geführt und Claudia Birkheuer wird kein ‘Offenes Atelier’ veranstalten, in dem Besucher in den vergangenen Jahren nicht nur ihre großformatigen Bilder oder Skulpturen bewundern konnten. In den letzten beiden Jahren konnten Besucher bei einem Gläschen Sekt und Kuchen an einer Lesung aus Claudia Birkheuer Romanen erfreuen.

Die bekannten grünen Tore des Ateliers der Künstlerin
müssen in diesem Jahr geschlossen bleiben.
Foto: Claudia Birkheuer

2018 gelang ihr mit dem Schlüsselroman ‘Die Karriere der Christina Siemon’ gleich ein Durchbruch. Voll schwarzem Humor entführte sie ihre Leser in die skurrile Geschichte einer mäßig erfolgreichen Künstlerin, der ein künstlerischer Durchbruch ausgerechnet mit einer übergroßen Skulptur gelingt, in der sie eine Leiche versteckt hat.

2019 folgte ihr zweiter Roman ‘Seven’ . Die Hauptfigur, ein Kater, fühlt sich zur Kunst hingezogen. Heimlich richtet er sich im Keller einer Hochschule ein Atelier ein. Als er schließlich von einem Studenten entdeckt wird, stellt sich heraus, dass er nicht nur malen, sondern auch schreiben kann. Eine alte Schreibmaschine erlaubt es den beiden miteinander zu kommunizieren und so beginnt eine Freundschaft und künstlerische Partnerschaft zwischen den Beiden, die viele Höhen und Tiefen hat.

Birkheuer versteht es nicht nur ihre Leser in die Geschichte ihrer Protagonisten zu entführen. Bei ihren Lesungen trägt sie so lebendig vor, dass sie einem Hörspiel gleichen und so war der Besuch des ‘Offenen Ateliers’ in den letzten beiden Jahren für viele Gäste ein besonderer Genuss.

In diesem Jahr fällt all das aus. Auch Birkheuers große Einzelausstellung ‘Augenblicke in Großformat’ in Köln-Lindlar wurde inzwischen von August 2020 wurde auf Herbst 2021 verschoben.

“Natürlich ist das alles traurig, aber die Gesundheit geht vor”, sagt Claudia Birkheuer zu den Entwicklungen in der Corona Krise. Einen kleinen künstlerischen Vorteil habe das Ganze dennoch:  “Man muss positiv mit der Situation umgehen. Ich bin derzeit dabei, ganz viele neue großformatige Werke zu schaffen, die ich dann im nächsten Jahr beim ‘Offenen Atelier’ den Gästen zeigen werde.” Davon profitiere auch die verschobene Ausstellung in Köln-Lindlar, die dann ganz neue ‘Augenblicke in Großformat’ erlebe.

Kommentar: Wer Claudia Birkheuer kennt, kann sich denken, dass längst ein drittes Buch in Arbeit ist. Das Erscheinungsdatum ist allerdings noch offen. Wer weiß, vielleicht präsentiert sie es ja mit einer Lesung während des ‘Offenen Ateliers’ im kommenden Jahr.


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