Wo aus Mietern echte Nachbarn werden

Parea Mitarbeiterin Gisela Laab und Teamleiterin Olga Hoch (r.) vor den Gemeinschaftsräumen in der Schliemannstr. 44a. Foto: RG

Parea kommt aus dem griechischen und bedeutet ‘Gesellschaft’, ‘Freundeskreis’ oder auch ‘Miteinander’. Und das erreicht die PAREA gGmbH für Nachbarn in der Sahle Wohnanlage in Hochdahl.

In der Schliemannstraße 44a befinden sich Gemeinschaftsräume, in denen regelmäßig Veranstaltungen stattfinden. Vom Erzähl-Café, in das regelmäßig interessante Menschen aus dem öffentlichen Leben zum lockeren Gespräch eingeladen werden, bis hin zum Kreativ-Café, in dem nachhaltiges und nützliches entsteht, wie etwa aktuell Gemüsesäckchen, die Sahle-Bewohner dann kostenlos als Alternative zu Plastiktüten bestellen können. “Wir haben aktuell schon wieder 300 Bestellungen aus den Wohnanlagen”, weiß Mitarbeiterin Gisela Laab, die das Kreativ-Café leitet. Den notwendigen Stoff sponsert Sahle Wohnen, die Näharbeiten erledigen Nachbarn. Dort entstehen auch Upcycling-Produkte, wie die Blumenvase-to-go. Die Basis dafür bilden Milchkartons, die mit Tapetenresten umklebt werden und dann aus Geschenkband eine Trageschlaufe erhalten. Oder kleine Täschchen aus alten Kravatten.

Blumenvase-to-go aus dem Kreativ-Café von Parea. Foto: LW

Vor circa 2 Jahren haben die Nachbarn gemeinsam Herzkissen für Brustkrebspatientinnen genäht, die beim Liegen die schmerzhafte Drainage nach der OP entlasten.

In den Gemeinschaftsräumen der Wohnanlage werden aber auch Gedächtnistrainung und Sport angeboten und neben den Angeboten, die Parea den Mietern macht, dürfen die Räume auch privat genutzt werden, etwa zum gemeinsamen Fußball anschauen oder für private Geburtstagsfeiern. Zu Fußball hat Parea in Hochdahl eine besondere Beziehung, denn hier entstand unter dem Motto ‘Integration durch Teamgeist’ auch der FC Parea Schimmelbusch unter der Leitung von Thomas Laxa, bei dem Kinder und Jugendliche kostenlos trainieren können.

Die gemeinnützige Parea gGmbH wurde von Sahle Wohnen bereits Anfang 2000 initiert und hat sich zu einem Gewinn für Mieter entwickelt. Ostern, Weihnachten, im Sommer, im Oktober oder zu Karneval wird gemeinsam gefeiert. Auch ein regelmäßiges gemeinsames Frühstück oder Ausflüge stehen auf dem Programm, das Mieter zu echten Nachbarn werden lässt und auch die manche Freundschaft unter Nachbarn angestoßen hat. Parea organisiert auch anlagenübergreifende Feste, die mit Shuttle-Bussen besucht werden können. So kooperieren in Düsseldorf bereits zwei Wohnanlagen aus denen sich die Mieter zu Veranstaltungen gegenseitig besuchen und wo wiederum auch neue Freundschaften entstehen. “Auch hier sind schon Freundschaften entstanden”, freut sich Teamleiterin Olga Hoch von Parea.

Die Gemeinschaftsräume in der Schliemannstraße

Das regelmäßige Programm

Was in den Gemeinschaftsräumen von Parea angeboten wird, wird im Eingangsbereich des Service-Büros regelmäßig ausgehängt. Um künftig alle Mieter noch besser über die Angebote zu informieren sind gerade neue Aushangtafeln für die Wohnhäuser angeschafft worden.


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