Wir sind stark und wir sind mutig

© füreinander

Der neue Newsletter des Vereins füreinander berichtet von den Herausforderungen und Einschränkungen, aber auch von Mut und Zuversicht in der Pandemie.

Auch unsere Redaktion erhält regelmäßig den Newsletter des Vereins füreinander und weil dieser im Frühjahr so voller Zuversicht steckt und so viel Positives transportiert, haben wir ihn hier fast komplett übernommen. Vielleicht mag ja der eine oder andere Leser den Verein in seiner Arbeit für Kinder und Jugendliche durch eine Spende unterstützen.

Ein harter Winter-Lockdown hinterlässt Spuren

Das eigentlich noch neue Jahr ist schon wieder einige Monate alt. Diese haben wir größtenteils in unterschiedlichen Formen von „Lockdowns“ verbracht, die uns alle, ganz besonders aber die Kinder vor erneute Herausforderungen gestellt haben. Um so mehr hat es uns gefreut, als wir im März unsere Türen zuerst für einen 1:1 Kontakt wieder öffnen durften, und dann auch für 5 Kinder, sodass unser Programm im kleinen Format wieder starten konnte. Gleichzeitig war es erschreckend zu sehen, welche starken Rückschritte viele der Kinder in den Wintermonaten auf ganz unterschiedlichen Ebenen gemacht haben: Das Sprachvermögen insbesondere der Kinder, die keine deutschsprachigen Eltern haben (also die meisten), ist sehr stark zurückgegangen. Aber auch die dramatischen Folgen in der psychosozialen Entwicklung wurden sichtbar: Hyperaktivität, aggressives Konfliktverhalten ebenso wie regressives Verhalten, dass sich in abgeschlagener teilweise auch sorgenvoller Stimmung zeigt. Natürlich haben wir auf eine Art damit gerechnet, aber die Kinder in großen Teilen so verändert zu erleben, beschäftigt uns sehr. ­

Trotz allem: Wir sind mutig und stark! ­

Schon seit 2012 sind wir mit der Begegnungsstätte Mosaik in einer Wohnung in der Immermannstraße. Es war kaum zu übersehen: Wir sollten langsam mal renovieren. So haben wir den verlängerten Lockdown genutzt, um einen neuen Boden zu verlegen und unsere Wände zu streichen. Wie unsere neue Wandgestaltung zeigt, ist es uns wichtig, in unserer Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen eine wertschätzende, ermutigende und positive Kultur zu leben. Die Kinder sind begeistert und lieben es. ­ ­ ­ ­

Ein neuer Mitarbeiter, der Herzen berührt ­

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Sein Name ist Olaf und er passt super ins Team. Es handelt sich um den berühmten Schneeman aus einem der beliebtesten Disneyfilme „Die Eiskönigin“.
Um den Kindern eine Freude zu machen und eine Besonderheit in den tristen, sehr langen Lockdown zu bringen – aber insbesondere um zu sehen, wie es ihnen und ihren Familien geht und an welchen Stellen sie Hilfe benötigen, haben wir uns gemeinsam mit Olaf auf den Weg gemacht und die Familien an der Haustüre überrascht. Olaf war ausgestattet mit Studentenfutter und einer Einladung für unsere Lernwerkstatt, die er an die Kinder verteilte. Es war eine total bewegende und für alle sehr belebende und auch ermutigende Aktion, die nicht nur den Kindern eine Freude gemacht hat. Wir durften erleben, dass auch die Erwachsenen durch Olaf’s Anwesenheit viel offener waren und Begegnungen ganz anders stattfinden konnten. Olaf freut sich schon auf viele weitere Einsätze! ­ ­ ­ ­ ­

Olaf hilft! ­

Aufgrund des Erfolgs haben wir gemeinsam mit dem Verein Du Ich Wir e.V. und dem Freundeskreis für Flüchtlinge e.V. eine ähnliche aber weitreichendere Aktion durchgeführt. Dem vorausgegangen waren Gespräch mit unterschiedlichen Akteuren der Stadt, in denen es darum ging, die Kinder zu erreichen, die in unserer Gesellschaft durch das Raster fallen und somit am stärksten auf der Verliererseite der Pandemie stehen: Kinder, die weitestgehend auf sich allein gestellt sind oder aufgrund sprachlicher Barrieren im Homeschooling vor riesigen Herausforderungen stehen. Gemeinsam wollten wir dafür sorgen, dass diese Kinder Unterstützung erhalten, sei es bei den Schulaufgaben oder im Umgang mit dem PC. So haben wir zusammen mit Olaf entsprechende Flyer auf dem Hochdahler Markt verteilt und darüber hinaus auch in der Grundschule Sandheide unser Hilfsangebot bekannt gemacht. So konnten wir ca. 20 Kinder erreichen, die konkret um Hilfe gebeten haben. Einige Kinder konnten wir in unseren eigenen Angeboten unterbringen, andere wurden an andere Einrichtungen weitergeleitet und dort eingegliedert. Mit dieser Aktion konnten wir so gemeinsam einen wertvollen Beitrag in diesen herausfordernden Zeiten leisten.

„Hey Marei. Wie gehts dir. Hast du vielleicht Zeit?“

Immer wieder melden sich so Jugendliche bei uns über Whatsapp – auch während des Lockdowns. So konnten wir in den vergangenen Monaten trotz des Lockdowns fünf Jugendliche in unterschiedlichen Prozessen begleiten und ihnen beratend zur Seite stehen. Hier spielen Themen wie Hausaufgabenhilfe, Bewerbungshilfe, Berufsberatung und Hilfe bei Angelegenheiten mit dem Jobcenter meist eine Rolle. Es ist immer wieder schön zu erleben, dass auch Jugendliche, die schon lange nicht mehr ins cube kommen, sich immer wieder bei uns melden, wenn sie Hilfe brauchen.

look forward statt lockdown

Wie geht es weiter? Wir hoffen, dass es bald in all unseren Programmbereichen „wie gewohnt“ weitergehen kann. Gleichzeitig wissen wir, dass nichts mehr ist, wie es einmal war. Nicht nur die Zeiten haben sich geändert, auch die Kinder und Jugendlichen haben während der Pandemie Entwicklungen durchgemacht. Wir glauben, dass es viel aufzuholen gibt und wir hoffen, einen wesentlichen Teil dazu beitragen zu können.

­Es liegen also spannende Zeiten vor uns, in denen wir insbesondere das Konzept im cube anpassen und in Teilen erneuern wollen. Gerne möchten wir ein Sport- und Bewegungsprogramm integrieren. Außerdem stecken wir in Überlegungen zu einer Lernhilfe inklusive Mittagstisch an 1-2 Tagen. Hierfür arbeiten wir an einem Konzept, benötigen darüber hinaus aber auch finanzielle Fördermittel, die uns diesen Ausbau ermöglichen. ­ ­

Im MOSAIK haben wir bereits Fördergelder für eine „Kulturwerkstatt“ bewilligt bekommen, die es uns ermöglichen unser Programm zu erweitern – worüber wir uns total freuen. So stecken wir aktuell in den Vorbereitungen dafür, denn wir werden auf unserem Balkon eine Outdoor-Werkstatt errichten, wo die Kids sich unter Anleitung an Arbeiten mit unterschiedlichen Materialien wie Holz, Gips, Ton und weiteren Naturmaterialien ausprobieren können sollen. Der Fokus liegt dabei auf künstlerischen und handwerklichen Arbeiten. Auch Arbeiten mit Elektrobaukästen und Robotic-Selbstbaukästen sollen eine Rolle spielen. So können wir die Kinder noch einmal auf ganz andere Art und Weise fördern und in kreativen Prozessen anfeuern und begleiten. ­ ­ ­ ­ ­

Simon bleibt für ein weiteres Jahr Teil von füreinander e.V. und ergänzt das Leitungsteam. Wir sind super froh und dankbar über seine Entscheidung und freuen uns auf das, was vor uns liegt und wir gemeinsam träumen, entwickeln und erleben dürfen! ­ ­

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Instagram

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­Wir sind auf Instagram! Über dieses Medium stehen wir neben WhatsApp mit den Kids, ihren Familien aber vor allem auch den Jugendlichen in Kontakt.

Auch DU bist herzlich eingeladen, uns zu folgen! Account: @fuereinander.erkrath

Das waren unsere aktuellsten Informationen.
Danke für Dein Interesse und Deine Zeit!

Herzliche Grüße aus der schönen Sandheide!

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