Wie viel wiegt das Universum?

Sternwarte Neanderhöhe Hochdahl e.V.

Symbolbild - Foto: Gerd Altmann / Pixabay

Lautet der Titel des Monatsvortrags der Sternwarte Neanderhöhe Hochdahl im Planetarium “Stellarium Erkrath”. Erläutert wird, wie man dunkle Materie sichtbar macht und was das mit Kosmologie zu tun hat.

Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie viel das Universum wiegt? Macht diese Frage überhaupt Sinn? Gibt es dazu theoretische Vorhersagen, die sich mit astronomischen Beobachtungen überprüfen lassen? Mit modernen Großteleskopen vermessen Kosmologen den Himmel und bedienen sich dabei des sogenannten schwachen Gravitationslinseneffekts. Anhand winziger Verzerrungen, die man in den Abbildungen von weit entfernten Galaxien feststellen kann, wird die mysteriöse dunkle Materie sichtbar gemacht. Daraus lässt sich die Gesamtmasse des Universums und deren Verteilung abschätzen. Diese Messungen lassen sich mit Messungen des kosmischen Mikrowellenhintergrunds, der das Universum kurz nach dem Urknall abbildet, vergleichen. Das äußerst erfolgreiche Standardmodell der Kosmologie macht direkte Aussagen darüber, wie diese beiden Beobachtungen zusammenhängen. Neueste Resultate zeigen eine Diskrepanz zwischen diesen Methoden auf, die sich zu einem ernsthaften Problem für das Standardmodell auswachsen könnte. Eine mögliche Lösung dieses Problems wäre der Abschied von Einsteins kosmologischer Konstante und der Einführung einer sich zeitlich verändernden dunklen Energiekomponente.

Referent: Prof. Dr. Hendrik Hildebrandt, Ruhr-Universität Bochum

Termin: Donnerstag, 23. Jan. 2020, 20.00 Uhr (Dauer ca. 90 Min.)

Ort: Planetarium “Stellarium Erkrath” im Bürgerhaus Hochdahl, Sedentaler Straße 105, Eingang West, 40699 Erkrath-Hochdahl

Eintritt: 8 Euro; ermäßigt 5,50 Euro (snh-Mitglieder frei)


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