Wie lebten und arbeiteten die Erkrather Bauern in den Vierzigerjahren?

Wolfgang Soldin (Filialdirektor in Erkrath), Holger Johan (war beim Zusammentragen der Ausstellung behilflich), Herr Niek sowie Herr Ulrich Schwab-Bachmann. Foto: Lutz Strenger / Kreissparkasse Düsseldorf

Harte Arbeit, die trotzdem glücklich machte: Urgestein Alfred Niek zeigt Landwirtschaft im Erkrath der Vierzigerjahre.

Alfred Niek, langjähriger Baas und Ehrenbaas der Ercroder Jonges, zeigt es im Rahmen seiner Fotoausstellung ‘Historische Landwirtschaft in Erkrath am Beispiel des Gut Hochscheid am Römerweg’, die noch bis zum 24. März in der Kreissparkassen-Kundenhalle zu sehen ist. Die Ausstellung wurde im Beisein von Niek und einigen seiner Weggefährten durch Filialdirektor Wolfgang Soldin am Dienstagvormittag eröffnet.

Der 1938 am Unterbacher Schwalbenberg geborene Alfred Niek wird von vielen in Erkrath und im ehemaligen Erkrather Ortsteil Unterbach (Unterbach musste im Jahre 1975 im Rahmen der kommunalen Neugliederung an Düsseldorf abgetreten werden) als ‚Original‘ oder ‚Urgestein‘ tituliert. Was hat er alles gemacht in seinem bisherigen Leben: Der Kaninchenzucht gilt seine Liebe; seine Treckerfahrten waren besonders bei den Kindern aus Erkrath beliebt; historische Traktoren und Landmaschinen und insbesondere die Landwirtschaft lagen und liegen ihm am Herzen. Als Baas und späterer Ehrenbaas der Ercroder Jonges sorgte Niek so manches Mal dafür, dass Dinge nicht einfach vergessen werden, und setzte sich für seine Heimatstadt ein. “Die Ercroder Jonges waren meine Welt. An allen Denkmälern in Erkrath hatte ich meine Hände und Herr Soldin war immer zur Stelle, wenn es um Finanzspritzen ging, dafür bin ich Ihnen sehr dankbar”, erinnerte sich Niek während der Ausstellungseröffnung.

Auch als Buchautor hat er schon einige Werke veröffentlicht. Hinzu kommt sein Talent als Filmemacher: „Unser täglich Brot“ ist der Titel seiner DVD, die über den langen Weg vom Korn zum Brot erzählt. Wie die Bauern vor einem Jahrhundert die Landwirtschaft betrieben und durch mühevolles Pflügen, Säen, Mähen, Dreschen und Mahlen zum gebackenen Brot kamen – und das alles natürlich mit den damals zur Verfügung stehenden Werkzeugen.

“Es gab in den Vierzigerjahren 40 Bauernhöfe in Erkrath, keiner davon existiert mehr”, wusste Niek zu berichten. Mit dem ehemaligen Gut Hochscheid am Römerweg in Erkrath als Basis seiner Fotoausstellung über die historische Landwirtschaft zeigt Niek wie das Leben Mitte des letzten Jahrhunderts auf einem Bauernhof aussah. Die Bilder strahlen, trotz täglicher harter Arbeit, Zufriedenheit aus.

Die Ausstellung, die sieben Schautafeln mit jeweils 16 Fotos umfasst, ist vom 10. bis zum 24. März in der Kundenhalle der Kreissparkasse Düsseldorf in der Bahnstraße 20 zu besichtigen.


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