Weltladen für Haiti im Steinhof

Haiti-Hilfe Erkrath
Freuen sich, dass sie mit dem Weltladen vorübergehend in größere Räumlichkeiten ziehen konnten: Ingrid Fehrenbacher (1. Vorsitz, l.), Regina Inger (Kasse, mitte) und Cornelia Cloos (2. Vorsitz, r.) Foto: nic

Wegen Renovierungsarbeiten im katholischen Pfarrzentrum hätte der Eine Weltladen in Alt-Erkrath seine Waren ab Oktober eigentlich erst einmal in Kisten einlagern müssen, aber es kam anders.

„Es war ein Kraftakt“, beschreibt Ingrid Fehrenbach die Zeit des Umzugs bis zur Wiedereröffnung im Steinhof 5. „Wir sind sehr dankbar das Petra Faßbender uns die Räumlichkeiten hier im Steinhof zur Verfügung stellt und genauso dankbar für die Hilfe, die wir über den Wirtschaftskreis mit dem Aktionstag der Wirtschaft und vom ADFC beim Umzug hatten.“ Projektpartner, die sich über den Aktionstag engagierten und den Ehrenamtlern damit halfen, die Mammutaufgabe zu stemmen, waren Lucom, Sedotools, die Stadt Erkrath und die Commerzbank.

Für den den Verein ‚Ökumenische Initiative für die Eine Welt Erkrath e.V.‘ war es in seiner 40-jährigen Geschichte nicht der erste Umzug des Weltladens. Der Verkauf fair gehandelter Produkte begann 1981 nach den Gottesdiensten. 1983 öffnete dann der erste ‚Eine Weltladen‘ in den Räumen der Gemeinde St. Johannes der Täufer. 1986 zog der Laden das erste Mal um und war fortan für lange Zeit im evangelischen Gemeindeamt in der Bahnstraße 64 untergebracht. 2012 kündigte die Diakonie die Räumlichkeiten des Ladens wegen Eigenbedarf und der Eine Weltladen fand im katholischen Pfarrzentrum ‚eine neue Heimat‘. Der aktuelle Umzug beschert dem Weltladen für Haiti erst einmal jede Menge Platz.

Von vorher 23 Quadratmeter hat sich der Laden nun erst einmal auf 90 Quadratmeter vergrößert und wirkt durch die vielen Fensterfronten hell und freundlich. Dort wo einst Gäste des Restaurants Stefano’s italienische Speisen genossen, wird nun fair gehandelt. Und weil soviel Platz ist, fand auch die Ausstellung der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung zur Agenda 2030 Raum. Die Ausstellung war vorher in den Büchereien zu sehen.

Impressionen des Weltladens für Haiti an vorübergehend neuem Standort

Erlöse fließen 1:1 in die Haiti-Hilfe

Die Haiti-Chronik 2021 berichtet über 40-jährige Verbundenheit zwischen Haiti und Erkrath, hält politische Entwicklungen in Haiti genauso fest, wie verheerende Erdbeben und immer wieder die Hilfe, die dank engagierter, ehrenamtlich tätiger Menschen organisiert wird. „Wir wünschen uns, dass viele Menschen fairtrade kaufen oder spenden. Alle Erlöse aus dem Weltladen Haiti und alle Spenden gegen 1:1 in die Haiti-Hilfe. Damit werden Projekte im Gesundheitsbereich und Vorschulbereich unterstützt und Mikrokredite finanziert“, berichtete Ingrid Fehrenbach über das Engagement.

Haiti-Hilfe Erkrath
Bürgermeister Christoph Schultz
bei der Eröffnung. © RG

Eng verbunden ist der Haiti-Hilfe in Erkrath seit nunmehr 17 Jahren auch Marc Auguste, Haitianer und Soziologe im ‚Unruhestand‘, wie er selbst von sich sagt. „Viele Menschen in Haiti kennen Erkrath ohne zu wissen wo die Stadt liegt“, beschrieb er Erkraths Bedeutung in Haiti. Er wünschte den Menschen in Erkrath, dass es weiterhin allen gut geht und dass Erkrath auch in Zukunft ein Begriff für Humanität bleibt.

Bürgermeister Christoph Schultz weist auf die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung hin, die mit der Ausstellung noch einmal ausführlich abgebildet sind. „Es ist wichtig, dass sie hier sind. Tragen Sie den Gedanken in die Welt. Wir alle sollten den Fairtrade-Gedanken umsetzen.“

Die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung im Überblick

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