Weltkindertag im Phantasialand

TSV Jugendzentrum Ausflug ins Phantasialand September 2021 © G. Klosa
© Gabriela Klosa / TSV

Für 28 Kinder ging dieser Wunsch am vergangenen Wochenende in Erfüllung.

Mit Mitteln aus Förderprogramm ‚Aufholen nach Corona‘ konnte das TSV Jugendzentrum über die Stadt Erkrath 28 Kindern anlässlich des Weltkindertages einen ganz besonderen Ausflug bieten. 12 der Kinder hatten bis zur Flut im Juli in der Unterkunft Freiheitstraße gewohnt und in ihrem kurzen Leben bereits ein zweites Mal ihr Zuhause verloren.

„Wir haben die Kinder vorher gefragt, wohin sie gerne einen Ausflug machen würden. Weil sie das schon kannten, kam als Antwort prompt ‚Movie World‘. Als wir fragten: Wie wäre es denn mal mit dem Phantasialand waren die Kids gleich begeistert“, erinnert sich Gabriela Klosa an die Vorbereitungen. Neben Kindern die regelmäßig das Jugendzentrum besuchen sollten auch die von der Flut betroffenen Kinder mitfahren. Die waren vorübergehend im Bürgerhaus untergebracht und waren während der regnerischen Tage in den Sommerferien regelmäßig zu Gast im Jugendzentrum.

Am letzten Wochenende war es dann so weit. Treffpunkt war das Jugendzentrum. Da die Abfahrt für 8.30 Uhr geplant war, sollten die Kinder und Jugendlichen um 8 Uhr dort sein. „Ich habe noch nie erlebt, dass alle so pünktlich sind. Keiner ist zu spät gekommen und einige saßen schon da, als wir selbst ankamen“, muss Gabriela Klosa immer noch ein wenig schmunzeln. Für die 28 Kinder und Jugendlichen zwischen 10 und 18 Jahren ging es dann mit fünf Betreuern, zu denen Gabriela Klosa und Fatima Assila gehörten, und zwei Gruppenhelferinnen ging es dann im Bus von Neandertours los. Die nach der Flut in Langenfeld untergebrachten Kinder wurden mit dem Bus abgeholt.

An diesem Tag zählte das vierte Kinderrecht: Das Recht auf Spiel und Freizeit

Natürlich stehen rund um den Weltkindertag im Jugendzentrum auch die zehn Kinderrechte auf dem Programm, über die mit den Kindern gesprochen wird. Am Ausflugstag übten dann alle das Recht auf Spiel und Freizeit aus. Ganz nebenbei stellten sie an diesem Tag fest, dass passend zu den zehn Kinderrechten Kinder aus zehn Nationen teilnahmen. So waren neben deutschen Kindern, Kinder aus Tscherschenien, aus dem Irak, aus Guinea, Pakistan, Eritrea, Syrien, Polen und zwei Kinder mit Ägyptischen Wurzeln dabei. Die gemeinsame Sprache, die an diesem Tag alle perfekt beherrschten: Lachen. Dabei haben sie nicht außer Acht gelassen, dass ein Kind erst kurze Zeit in Deutschland ist und überhaupt noch kein Deutsch sprechen kann. „Die Kinder haben gedolmetscht und die Kleine an der Hand genommen. Das war richtig schön anzusehen“, freut sich Gabriela Klosa über den Zusammenhalt der Kinder.

Während die einen freudig auf die Achterbahn los stürmten, trauten sich andere nicht mit der Achterbahn zu fahren. Den ganzen Tag über agierten die Kinder und Jugendlichen als Team, stimmten gemeinsam ab, wohin sie als nächstes gehen würden, sprachen sich gegenseitig Mut zu und konnten sich noch ein bisschen besser kennenlernen. Ein Spaß, den alle gemeinsam erlebten: Das schiefe Hotel, in dem die Betten an der Wand kleben, die Toilette an der Decke montiert ist, die Kids durch ein rollendes Fass laufen mussten und schließlich auf einer bewegten Treppe nach oben gelangten. Die unterschiedlichen Themenwelten im Phantasialand, wie Mexiko, Afrika oder China boten mit unterschiedlichen Impressionen einen ‚kleinen Blick in die Welt‘.

Strahlend und glücklich, aber müde, kehrte die kleine Reisegruppe um 19.30 nach Hochdahl und Langenfeld zurück.

  • Anzeige
  • Anzeige

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*