Was lange ruht wird endlich gut

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V.l.n.r.: Silke Richartz (Immobilienmaklerin der Sparkasse Neuss), Leonhard Mitjuschkin (Westfalia BPE) und Timo Gründel (Leiter Unternehmenskundencenter Sparkasse Neuss) Foto: Ria Garcia

Über vier Jahre war das Gelände des ehemaligen Weidenhofs eine Brache am Eingang der Stadt. Jetzt geht es dort zügig voran.

“Nach einer mehr als zwölf Jahren andauernden — durch langen Leerstand forcierten — Phase des Niedergangs wurde am Wochenende 22./23. April 2017 die Erkrather Traditions-Gastwirtschaft ‘Zum Weidenhof’ abgerissen”, schreibt Horst Osmann in einem Artikel über die Geschichte des Weidenhofs auf der Homepage der St. Sebastianus Bruderschaft. Vor diesem Abriss lagen viele Jahre Leerstand und Bebauungsvorhaben eines Investors, die sich nicht umsetzen ließen.

Seit dem Abriss wartet das Grundstück auf eine neue Bebauung. Im Januar wurde eine Baugenehmigung erteilt (wir berichteten). Die neuen Eigentümer, ein Joint Venture zwischen Badr Bouazza (Immobilieninvestor) und den beiden Investoren und Projektentwicklern Leonhard Mitjuschkin und Hamed Faizi (Westfalia Bau- und Projektentwicklung, Monheim), sorgen nun für eine zügige Entwicklung und Bebauung. Am 24. März 2021 war der erste Spatenstich, zudem die Investoren und Silke Richartz (Immobilienmarklerin der Sparkasse Neuss) nach Erkrath kamen.

Nachbarn verfolgten den Baubeginn der Beethoven-Residenz, wie der Wohnkomplex, der im Erdgeschoss zwei Geschäftsflächen mit 134 und 47 Quadratmetern vorsieht, künftig heißen soll, von ihren Balkons aus. Neben den beiden Gewerbeflächen entstehen in dem drei- bis viergeschossigen Gebäude moderne und stilvolle Wohnungen mit cirka 75 bis 112 Quadratmetern Wohnfläche. Bis zum Ende des Sommers soll der Rohbau fertig sein, dann folgt der Innenausbau. Die Fertigstellung ist für das kommende Frühjahr geplant. “Schon jetzt gibt es erste Anfragen zur Vermietung, dabei ist der offizielle Vermietungsstart erst für den Sommer geplant”, verrät Projektentwickler Leonhard Mitjuschkin. Alle Wohnungen werden altersgerecht barrierefrei gebaut und sollen energieeffizient sein. Dafür soll die Beheizung mittels Erdwärme und Photovoltaik erfolgen. Eine Besonderheit, die künftige Bewohner der Beethoven-Residenz angesichts Klima-bedingter Hitzerekorde freuen dürfte: Die Fußbodenheizung, die im Winter für wohlige Wärme sorgt, dient im Sommer zur Kühlung. Die Lage der Wohnungen bietet Senioren darüber hinaus kurze Wege und fußläufige Einkaufsmöglichkeiten.

Mitjuschkins Partner Hamed Faizi hat eine eigene Beziehung zu Erkrath, hat der in Haan Geborene doch selbst viele Jahre in Erkrath gewohnt. “Früher sind die Menschen noch von Hochdahl nach Alt-Erkrath zum Einkaufen gefahren. Es gab ein großes Ausländerfest und die Stadt war belebt”, erinnert er sich. Geht es nach dem Bauexperten, sollte Erkrath sich wieder in diese Richtung entwickeln. Mit der ‘Neuen Mitte’ auf dem Pose Marré Gelände sei schon erster Schritt in diese Richtung getan und Bauprojekte, wie die Beethoven-Residenz könnten noch mehr dazu beitragen.

Der Bauexperte Hamed Faizi (ganz rechts) hat selbst eine Beziehung zu Erkrath.
Auf dem Bild v.l.n.r.: Silke Richartz (Immobilienmaklerin Sparkasse Neuss),
Leonhard Mitjuschkin (Westfalia Bau –und Projektentwicklung),
Investor Badr Bouazza, Timo Gründel (Leiter Unternehmenskundencenter
Sparkasse Neuss) und Hamed Faizi (Westfalia Bau –und Projektentwicklung).
Foto: Ria Garcia

Wer sich einen Eindruck verschaffen möchte, wie ein Projekt der Monheimer Projektentwickler der Westfalia Bau- und Projektentwicklung nach Fertigstellung aussehen kann, sollte einen Ausflug in die Nachbarstadt Hilden machen. Dort sind die Projektentwickler mit dem Neu-Itter-Eck Living (NIEL) schon einen Schritt weiter. Die Fertigstellung des Gebäudekomplexes am Stadtpark erfolgt noch in diesem Jahr. Die beiden Bauexperten gründeten die Westfalia BPE 2018 und haben seit dem 20 Millionen Euro in insgesamt vier Bauprojekte in der Region investiert.

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