Vom Geben und Nehmen und Steinen

Anna-Lena und Erik haben mit #Rheinsteinen schon schöne Geschichten erlebt. Foto: Ria Garcia

Bei den KonfettisXL gibt es neben Geschichten aus der Bibel viel Kreativität zum jeweiligen Thema. Da wird gebastelt und gemalt. Jugendleiterin Nicole Förster bringt immer neue Ideen mit ein.

“Als ich im Sommer auf einer Hunderunde entlang des Unterbacher Sees meinen ersten bemalten Stein fand, gefiel mir die Idee anderen mit bemalten Steinen Freude zu schenken”, erinnert sich Nicole Förster daran, wie die Steinmalerei Einzug gehalten hatte. Da sie gerade Urlaub hatte, machte sie sich sofort ans Werk und bemalte selbst die ersten Steine.

Die ersten #Rheinsteine

Die kleinen “Freudeschenker” sind auf der Vorderseite bunt gestaltet und tragen auf der Rückseite das “f” für Facebook und den Namen der Gruppe, in denen Bilder der Steine gepostet werden sollen.

Zu Beginn war es nur die Gruppe #Rheinsteine, in der auch Nicole Förster ihre frisch bemalten oder von ihr gefundenen Steine postete. “Da ich auch viel im Ruhrgebiet unterwegs bin, habe ich dann die ersten #Pottsteine gefunden und mich auch dieser Gruppe angeschlossen”, erklärt sie.

Die #Pottsteine

Längst vom “Steinfieber” infiziert, nahm sie die Idee dann mit in ihre Unterbacher Jugendgruppe KonfettisXL der evangelischen Kirchengemeine Erkrath. Zu Geschichten aus der Bibel hatte sie einige ihrer Steine mitgebracht. Sie erklärte den 9- bis 12jährigen die Idee mit diesen Steinen Freude zu schenken, sie auszulegen oder sich zu freuen, wenn man selbst einen Stein findet. Die Steine bilden eine schöne Allegorie zum Thema geben und nehmen. In dieser Stunde haben die Kinder erst einmal Steine zur Deko für des Gottesdienst 2.0 SING PRAY LOVE angemalt, die erst später ausgewildert werden sollten.

Die #Rheinsteine der KonfettisXL

Ein Stein, den Nicole als Muster mitgebracht hatte, hatte es Erik besonders angetan und weil er nach dieser Gruppenstunde erst einmal mit seiner Mutter und seiner Schwester in eine Mutter-Kind-Kur fahren sollte, durfte er den Stein mitnehmen. Eigentlich wollte er den Stein nicht wieder hergeben, aber Nicole hatte ihm das Prinzip mit den Steinen erklärt und schließlich setze er den glänzenden Stein auf Föhr wieder aus, ohne in diesem Moment zu ahnen, auf welche Reise sich der Stein begeben würde. Denn etwas später tauchte in der Gruppe #Rheinsteine ein Foto auf, auf dem “sein Stein” vor dem Eifelturm zu sehen war.

Auch Anna-Lena hat bereits eine eigene Steingeschichte erlebt. Sie hat selbst vier Steine bemalt und sie ausgelegt. Drei hat sie entlang des Unterbacher Sees platziert. Ob sie jemand gefunden hat, weiß sie noch nicht, denn bisher wurden keine Bilder in der Gruppe #Rheinsteine gepostet. Den vierten hat sie ganz in der Nähe der Wohnung ihrer Oma ausgelegt und den sollte ausgerechnet Nicole Förster abends auf ihrer Hunderunde finden, denn die wohnt ganz in der Nähe von Anna-Lenas Oma. “Ich sah im Vorbeigehen einen bemalten Stein auf einem Stromkasten liegen”, erinnert sich Nicole, die in diesem Moment direkt dachte, dass ihr der Stein bekannt vorkam. “Ich habe mich natürlich gefreut, dass ausgerechnet Nicole meinen Stein gefunden hat”, strahlt Anna-Lena.

Bunte Steine, die Geschichten erzählen und Denkanstöße geben

Oft ist der Verbleib von Steinen unklar, weil keine Bilder dazu bei Facebook gepostet werden. Manchmal liegen sie als Dekoration auf der Fensterbank einer alten Dame, die sich in die bunten Steine verliebt hat, aber noch nie Facebook genutzt hat. Inzwischen steht auf vielen Steinen “aufheben, freuen, wieder auslegen oder einfach behalten”. Über ein Foto des gefundenen Steins in der entsprechenden Facebook-Gruppe freuen sich die “Stein-Kreativen” natürlich auch, wenn ein Stein ein Langzeit-Zuhause gefunden hat.

Auch Nicole Förster erlebt immer wieder freudige Momente, wenn sie irgendwo einen neuen Stein findet. Wer einmal “steininfiziert” ist, ist mit offenen Augen unterwegs und entdeckt viel schneller einen der kleinen Freudeschenker. “Ich war in diesem Jahr noch so gar nicht in Adventsstimmung, als ich auf meiner Hunderunde war und diesen schönen Stein gefunden habe”, erklärt sie und zeigt uns das Fundstück, das sie nun bis zum nächsten Advent behalten möchte, um es dann erneut auszulegen.

Foto: Ria Garcia

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2 Kommentare

  1. Liebe Frau Ihde-Schnarr,
    danke für Ihr Lob, aber die Idee ist eben auch sehr schön.
    Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Freude und viele neue Menschen, die “steininfiziert” sein werden. 🙂
    Herzliche Grüße
    Ria Garcia

  2. Ich möchte mich im Namen meiner RheinSteine Gruppe bedanken . Nett das Sie so toll berichtet haben und meine Idee hier in NRW weitertragen . Leider gibt es noch immer sehr viele Menschen die uns noch nicht kennen und auch nicht unser tun . Herzlichen Dank dafür . LG Kirsten Ihde-Schnarr RheinSteine

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