Unterbach wie geht es Dir?

Rosalia Sibianu und Norbert Fuchs waren die Stadtteilführer für Marie Agnes Strack-Zimmermann. Foto: RG

Mit dieser – hier vereinfacht ausgedrückten – Fragestellung war Marie Agnes Strack-Zimmermann, die für das Oberbürgermeisteramt in Düsseldorf kandidiert, am Mittwoch in Unterbach unterwegs.

Besucht hat sie Einzelhändler in der Stadt. “Ich bin positiv überrascht, wie wenig hier gemeckert wird”, stellte sie bei ihrem Rundgang und den Gesprächen fest. Und tatsächlich: Mehrheitlich waren die Einzelhändler – trotz Corona – optimistisch und positiv eingestellt. Sie haben sich arrangiert. Sowie Helmut Höhle, der für sein Unterbacher Backtreff kurzerhand das leerstehende Ladenlokal nebenan zusätzlich angemietet hat. Umsatzeinbrüche hatte er mit Corona vor allem im Frühstücksbereich. “Jetzt bei dem schönen Wetter können die Kunden noch im Außenbereich frühstücken. Im Winter möchte ich Ihnen auch Sitzgelegenheiten im Innenraum bieten können.” Im bis jetzt angemieteten Ladenlokal, könne er das aufgrund der Corona-Verordnungen nicht mehr anbieten. Die Corona-Auflagen seien für viele Kunden erst einmal befremdlich gewesen, aber inzwischen hätten sich die meisten daran gewöhnt.

Inzwischen ist das Baugebiet am Standort
des ehemaligen REWE-Lagers planiert.
Foto: RG

Auch Olaf Schulten, der gleich nebenan das Tabakhaus Schulten betreibt und darin unter anderen auch Leistungen der Post vorhält, ist optimistisch. Ein klein wenig Sorge schwingt bei dem Gedanken mit, durch das Neubaugebiet auf dem Gelände des ehemaligen REWE-Lagers könnten Parkplätze wegfallen, die Kunden bisher nutzen. Vor allem ‘Spontan-Kunden’, würden solche Parkgelegenheiten nutzen.

Marie Agnes Strack-Zimmermann hört aufmerksam zu, kommt mit den Inhabern ins Gespräch. Sie verspricht die Themen, die den Einzelhändlern wichtig sind, mitzunehmen. Seit 21 Jahren ist sie in der Kommunalpolitik aktiv, hat viele Jahre ‘gleich nebenan’ in Gerresheim gewohnt.

Michaela und Christoph Jachertz mit Marie Agnes
Strack-Zimmermann im Gespräch. Foto: RG

“Unterbach braucht eine bessere ÖPNV-Anbindung”, ist sie sich mit ihren Gesprächspartnern an diesem Mittwochmorgen einig. Sie spricht auch vom Chaos, dass die Umweltspur in Düsseldorf angerichtet habe. Auch wenn ihr hier viele Autofahrer beipflichten würden, hat die Umweltspur positive Aspekte. “Für uns war sie ein kleiner Konjunkturschub”, können Michaela und Christoph Jachartz berichten. Eine Kundin wäre in den Laden gekommen und hätte gesagt, jetzt wäre sie es leid und wollte den Arbeitsweg künftig nicht mehr mit dem Auto, sondern mit dem Fahrrad bestreiten. Das Fahrradgeschäft mit Werkstatt läuft auch während der Corona-Krise gut. Die Nachfrage ist so groß, dass die Beiden sich vergrößert und drei neue Mitarbeiter eingestellt haben.

Auch mit Angelo N Stefano vom Friseursalon Angelo Stile kommt Stack-Zimmermann, die an diesem Tag von den Unterbachern Rosalia Sibianu und Norbert Fuchs sowie dem stellvertretenden Kreisvorsitzenden Moritz Kracht begleitet wird, ins Gespräch. Der nutzt die Gelegenheit sie auf eine Gefahrenstelle und überfüllte Papierkörbe an der Bushaltestelle aufmerksam zu machen. Die Papierkörbe laufen schon am frühen Morgen über, sodass sich ein Teil des Abfalls auf dem Bürgersteig ausbreitet. “Noch schlimmer sind die Papier- und Flaschencontainer, die neben der Bushaltestelle und direkt vor dem Eingang der Grundschule stehen. Das ist für die Grundschulkinder gefährlich”, sagt Stefano ihr. Dort würden immer wieder PKWs auf der Straße halten, um Altpapier und Flaschen zu entsorgen. Eine Haltebucht gibt es vor den Containern nicht. Außerdem stünden sie so ungünstig, dass Autofahrer, Kinder die sich vom Schultor zur Straße bewegen, viel zu spät sehen. Bisher habe die Verwaltung keine Lösung präsentiert, weil kein alternativer Stellplatz zur Verfügung stand. Maria Agnes Strack-Zimmermann versprach auch dieses Thema mitzunehmen.


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1 Kommentar

  1. Spontankunden können problemlos auf dem Parkplatz der CaSo parken, müssen dann aber eben 10 Meter zu Fuss gehen. Stattdessen wird dann lieber der Fahrradweg gegenüber den Geschäften komplett zugeparkt. Das ist natürlich im Sinne der FDP. Ich hoffe, dass durch die Bebauung des Rewe-Geländes diese Unterbacher-Unart gestoppt wird.

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