Tschüss Rudi

von Timo Kremerius

Rudolf Unger (✞), Bürgermeister a.D. Foto: Stadt Erkrath

Nachruf von Timo Kremerius | Nach meiner Rückkehr aus dem Urlaub stellte ich mit bedauern fest, dass Rudi Unger langjähriger Bürgermeister von Erkrath verstorben ist.

Als ich 1977 nach Erkrath gezogen bin, war Rudi Unger ein Grund für mich, in die SPD einzutreten. Rudi Unger war für mich immer ein Ansprechpartner, der es verstand, die Menschen mit seiner Art zu überzeugen. In der heutigen Zeit ist das keine Selbstverständlichkeit und wird nur noch selten so gelebt. Ich habe von Rudi viel gelernt, was mir in meinem Leben sehr von Nutzen war. Insbesondere habe ich die Begriffe „sozial“ und „demokratisch“ verstanden, so wie er sie gemeint hat und wie sie auch gelebt werden sollten.

Rudi war ein Sozialdemokrat durch und durch, und man hätte sich gewünscht, dass viele Menschen das für sich verinnerlicht hätten. Rudi fehlt mir sehr, gibt es doch nur noch wenige Menschen, die es schaffen andere Menschen für eine engagierte Arbeit miteinander zu gewinnen.

Ein paar Lebensabschnittsetappen von Rudi Unger, die mir in Erinnerung sind:

  • Nach einer Lehre als Autopolsterer ging er zur Deutschen Bundesbahn nach Wuppertal.
  • 1958 trat er in die Gewerkschaft der Eisenbahner ein.
  • 1961 siedelte er nach Hochdahl um.
  • 1962 trat er in die SPD ein.
  • 1989 wurde Rudi Unger zum Bürgermeister gewählt und bekleidete dieses Amt bis 1999.
  • Von 1975 bis 1999 war er zudem Mitglied des Kreistags Mettmann und des Verwaltungsrates der Kreissparkasse Düsseldorf.

Rudi Unger war über Jahrzehnte ehrenamtlich als Vorstandsmitglied der Allgemeinen Wohnungsbaugenossenschaft des Amtes Gruiten eG und Vorsitzender des AWO-Ortsverein Hochzahl engagiert

Eine Herzensangelegenheit war für Rudi die Deutsch-französische Jugendaktion Fort Douaumont Verdun e.V. welche in seiner Amtszeit. Rudi Unger war der erste deutscher Bürgermeister, der sich in das Gästebuch Verduns eintragen durfte.

Rudi Unger Unger erhielt 1983 das Bundesverdienstkreuz am Bande, 1999 den Ehrenring der Stadt Erkrath und im Jahr 2000 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse.

Rudi, wir werden dich immer in unserem Gedächtnis tragen.

Der Tod ist nicht das Ende,
Nicht die Vergänglichkeit.
Der Tod ist nur die Wende,
Beginn der Ewigkeit.

Verfasser unbekannt

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