Trommelwirbel und Trompeten beim Titularfest

Schatzmeister Werner Schink und der ehemalige Brudermeister Dr. Thomas Kirchhoff bildeten das freundliche Empfangskomitee im Eingangsbereich der Stadthalle. Foto: Ria Garcia

So laut und so bunt ist es wohl selten beim Titularfest der St. Sebastianus Bruderschaft zugegangen, wie in diesem Jahr.

Mit dem Einmarsch des Regiments mit Tamburincorps begann auch in diesem Jahr das traditionell wichtigste Fest der Schützen. Bevor Wolfgang Heß, erster Vorsitzender der Bruderschaft, dann die Gäste, Ehrengäste und Majestäten begrüßte, sorgte die Band Apetizer für erste Stimmung.

Befreundete Bruderschaften, Vertreter aus Politik und Verwaltung, Vereine, das Winterbrauchtum, alle waren sie gekommen. Prinz Udo I. & Prinzessin Sabine I. hatten den Schützen sogar ein ganz besonderes Geschenk mitgebracht. Der eine oder andere Gast hatte sich vielleicht im Vorfeld schon über die Vielzahl junger Leute in gleicher Kostümierung gewundert, die Trompeten, Trommeln und andere Musikinstrumente bei sich trugen. “Eins kann ich Euch versprechen, es wird gleich sehr, sehr laut”, kündigte Sabine I. ‘das Geschenk’ an. Gemeint waren die Guggenmusik Schorebord-Krächzer aus Höchenschwand. Die hatte die charmante Prinzessin im Schwarzwald erlebt und da die Band zum Düsseldorfer Karneval in der Nähe war, haben Udo I & Sabine I sie zum Titularfest geholt. Als die Bandmitglieder ‘einmarschierten’, nahm die Zahl der Musiker zum Erstaunen des Publikums fast kein Ende. Die komplette Bühne füllte sich und die Hälfte der Tanzfläche zwischen den Tischen noch dazu. Laut wurde es dann wirklich. Die Band hätte locker einen doppelt so großen Saal beschallen können und lieferte eine beeindruckende Vorstellung. Dafür gab es dann zur Erinnerung zum Dank ein Bild des Prinzenpaares und eine Zuwendung. Frau Hoppeditz Marita Nikolic hatte auch noch ein besonderes Geschenk für die Schorebord-Krächzer: Den kunstvollen ‘Tingel-Tangel-Stab’, der künftig die Musikinstrumente der Band verstärken soll.

Die Guggenmusik Schorebord-Krächzer aus Höchenschwand im Bild (Fotos: Ria Garcia)

Nach den Guggenmusik Schorebord-Krächzer hielt der Karneval erneut Einzug in den Titularball, denn auch das Unterbacher Prinzenpaar Ulli I. und Doro I. sprachen ein Grußwort, dass vom kräftigen dreifachen ‘Unterbach IA’ begleitet war. “Fehlt da nicht etwas?”, fragte eine Zuschauerin und meinte das dreifach ‘Erkrath Helau’, das natürlich auch von den Unterbachern nach den Auftritten der Tanzgarden Rot-Weiß und Weiß-Rot noch kräftig ausgerufen wurde.

Nach 21 Uhr waren dann auch die Besucher ‘von ihren Stühlen erlöst’. Wolfgang Heß bat das amtierende Königspaar und dann auch die Ex-Königspaare darum den Tanz zu eröffnen. Eine halbe Stunde spielte die Band dann zum Tanz.

Verleihung des Sebastianuspreises

Wolfgang Heß, 1. Vorsitzender

Vor der Verleihung des Sebastianuspreises gab es noch eine Einlage der Hubertuskompanie und dann wurde es spannend. Nichtsahnend saß die Empfängerin des diesjährigen Preises im Publikum, als der erste Vorsitzende Wolfgang Heß mit seiner Rede begann. Er erzählte von einer WhatsApp Nachricht von Schwester Margred Liethen, die im Mutterhaus des Ordens in Ontario Kanada lebt und mitteilte, dass sie in den nächsten Monaten schlecht erreichbar sei. Sie seih mit einigen spanisch sprechenden Schwestern unterwegs nach Texas zur Mexikanischen Grenze, um den dort gestrandeten Flüchtlingen zu helfen. Heß gesteht fasziniert zu sein, das es gerade in der Generation der Menschen, die das Ende des 2. Weltkriegs und das Elend der vertriebenen und flüchtenden Menschen noch gespürt haben, Menschen gibt, denen es ein tiefes Bedürfnis sei anderen zu helfen. “Auch in Erkrath gibt es solche Menschen und genau einen solchen haben wir heute zu Gast”, leitete auf über und begrüßte noch einmal Erika Koch aus Hochdahl. Sie ist im Oktober 1933 geboren und gehört mit 86 Jahren der vorher beschriebenen Generation an. Dann beschrieb er, wie Erika Kochs Engagement in der Flüchtlingshilfe, das sie bis heute fortsetzt, in den 80er Jahren begann. Erika Koch erhielt den Ehrenteller und eine kleine Summe für ihr Anliegen.

Hutsammlung für den Gute Nacht Bus Düsseldorf

Auch das Engagement der Bruderschaft für den Gute Nacht Bus wurde noch einmal vorstellt, das das amtierende Königspaar Markus und Nicole Hucklenbroich auch zu ihrem ‘Herzensprojekt’ im laufenden Königsjahr gemacht haben. Auch die diesjährige Hutsammlung wird dem Projekt zu Gute kommen.

Ehrungen

Nach einer weiteren Tanzrunde wurden Christian Hanten, Tobias Dorn und Bernd Kneer für 25 Jahre in der Bruderschaft geehrt. Herbert van der Molen und Rainer Weissmann wurden für 40 Jahre und Georg Ahlemeier, Horst Klinkosch, Rainer Jüntgen, Theo Mayer und Hermann Waden sogar für stolze 50 Jahre bei den Sebastianern geehrt.

Hasso von Blücher erhielt für seine Förderung und Unterstützung bei der Umgestaltung des Gerberplatzes und insbesondere für die Errichtung des neuen Hochstandes der Bruderschaft die Ehrenmitgliedschaft verliehen.

Für besondere Verdienste erhielten Horst Osmann den Hohen Bruderschaftsorden und Tillmann Keens das Sebastianus Ehrenkreuz.


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