TinkerBell unterstützt Du-Ich-Wir mit einer Spende

Susann Krüll

Wenn der eine Verein dem anderen Verein hilft, kommt dabei etwas Großartiges heraus/ Foto: Susann Krüll

Wenn Corona-bedingt die eine Organisation das Engagement für „ihre“ Kids herunterfahren muss, lässt sie halt die Kids der anderen vom „Spenden-Überschuss“ profitieren – ehrenamtliche Kooperation, wie sie besser nicht geht!

Bei der Übergabe des symbolischen Schecks war die Freude auf beiden Seiten groß: „Das ist ja nicht das erste Mal, dass wir uns zusammentun“, erzählt Peter Faßbender, zweiter Vorsitzender des Vereins „TinkerBell“. „Wir haben euch ja bei eurer Aktion ‚Lernkiste‘ in den Sommerferien unterstützt, indem wir die Kinder zum Unterricht in die verschiedenen Schulen gefahren haben“. Auch für einen Ausflug zum Sandwerk in Eupen sei das blaue Fahrzeug, das den Schriftzug „TinkerBell“ mit dem Konterfei der Elfe aus „Peter Pan“ trägt, schon zum Einsatz gekommen, berichtet Dominik Adolphy, Vorsitzender von „Du-Ich-Wir“. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kinder von Geflüchteten kostenlos Naschhilfe-Unterricht zu erteilen.

„Tinkerbell“ ermöglicht Sport-, Musik- oder Tanzunterricht für Kids

Wie alle ehrenamtlich arbeitenden Vereine haben „Tinkerbell“ und „Du-Ich-Wir“ sonst mit verschiedenen Aktionen in der Öffentlichkeit auf ihr Engagement aufmerksam machen können. „Diese Präsenz bei Stadtfesten oder die Feier zu unserem 10-jährigen Bestehen in diesem Jahr, das wir mit einem Fest und anderen Aktionen begehen wollten, fiel der Pandemie zum Opfer“, bringt es Anne Liedtke auf den Punkt, wie schwer es gerade Vereine haben, neue Sponsoren zu gewinnen und sich bei treuen Spendern in Erinnerung zu rufen.

„Da wir in diesem Jahr nur für 17 statt wie sonst für um die 40 Kinder die Beiträge und auch Fahrdienste übernommen haben, damit sie ihre Hobbies ausüben können, haben wir einen ‚Überschuss‘ an Spendengeldern auf unserem Konto“, so Anne Liedtke, Gründerin und erste Vorsitzende des Vereins, der 2010 gemeinsam mit sieben befreundeten Ehepaaren gegründet wurde, um Kids ihre Wünsche zur Freizeitgestaltung zu erfüllen. „Musik-begabte Kids können ein Instrument erlernen und langfristig Übungsstunden nehmen. Für ein Mädchen finanzieren wir beispielsweise das Training beim Formationstanz, andere erhalten Ballettstunden“, nennt die engagierte Gründerin einige Beispiele für das Engagement. „Da wir Enttäuschung bei den Kindern  vermeiden wollten, wenn sie nach kurzer Zeit Corona-wegen wieder mit ihrem Training oder Unterricht aufhören müssen, sind es in diesem Jahr nur halb so viele wie sonst, die wir fördern.“

„Des einen Leid ist den anderen Freud“

So könnte man die Entscheidung der TinkerBell-Mitglieder umschreiben, den „Überschuss“ an Spenden, die sie im Laufe des Jahres erhalten haben, an den Verein „Du-Ich-Wir“ weiterzugeben. „Schließlich überschneidet sich unsere Zielgruppe auch“, so Anne Liedtke und Peter Faßbender bei der Übergabe des Schecks, den Dominik Adolphy und Lia Spahn glücklich und sehr dankbar entgegennahmen. „Die Shutdowns haben unsere Ausgaben nach oben schnellen lassen. Da kommt diese großzügige Spende genau zum richtigen Zeitpunkt“, so Dominik Adolphy. „Wir mussten auch auf digitalen Unterricht umsteigen. Im Büro dürfen wir nur noch eins-zu-eins-Unterricht anbieten. Vorher konnten sich auch zwei oder drei Nachhilfelehrer mit ihren Schülern zeitgleich treffen. Allerdings haben noch lange nicht alle Kids digitale Endgeräte, die die Nachhilfe per Skype möglich machen“, so der engagierte Vorsitzende. Vor Kurzem hat der Verein einen Aufruf gestartet, Tablets & Co., die nicht mehr benötigt werden, zu spenden. Die bisherige Resonanz hat die Erwartungen der Aktiven begeistert: „Wir haben bisher acht Tablets, beziehungsweise Laptops gespendet bekommen. Die statten wir nun mit Windows und Skype aus und geben sie leihweise an die Kids weiter für die Nachhilfe auf Distanz.“

Auf der Suche nach weiteren Spendern und Aktiven

So kommt dem Verein die finanzielle Unterstützung mehr als gelegen. Schließlich schlagen nicht nur die unvorhergesehenen Kosten aufgrund des Shutdowns zu Buche, sondern auch die für Büro-Miete, Unterrichtsmaterial und das Honorar für den ersten Vorsitzenden, der inzwischen Vollzeit für den Verein tätig ist. Könnte „TinkerBell“ noch den einen oder andern Aktiven gebrauchen, der regelmäßig Zeit für Fahrdienste hat, konnte „Du-Ich-Wir“ gerade drei Studenten neu im Team begrüßen. „Da aber der Bedarf an Nachhilfe sehr groß ist, freuen wir uns jederzeit über Studenten, pensionierte Lehrer oder auch Schüler aus höheren Klassen, die Nachhilfe für Geflüchtete und Migranten geben möchten“.

Wissenswertes:

TinkerBell e. V., Tel. (01521) 151 447 76, info@tinkerbell-hochdahl.de, www.tinkerbell-hochdahl.de, Spendenkonto: KSK Düsseldorf, IBAN: DE89 3015 0200 0002 1230 16

Du-Ich-Wir e. V., Tel. (02 14) 49 309 774, info@du-ich-wir.org, www.du-ich-wir.org, Deutsche Skatbank, IBAN DE45 8306 5408 0004 8906 55

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