Theaterauftakt nach Corona-Pause

Beate Sarrazin beeindruckte auch nach der Corona-Pause mit ihrem Talent Foto: Timo Kremerius

Liebe, koloriert in südafrikanischen Farben und gratiniert mit großen Gefühlen. Das war das Rezept für das Theaterstück „Eine afrikanische Tragödie“, das am vergangenen Samstag im Theater Anderswo aufgeführt wurde.

Wieder einmal verwandelte Gastgeberin und Schauspielerin Beate Sarrazin aus ihrer kleinen Bühne eine ganze Welt. Sie verkörperte in gekonnter Manier alle vorhandenen Protagonisten, sowohl den dominanten Philemon, der seine Frau Mathilda sehr liebte, sowie die alles verlierende Mathilda. Auch die weiteren Personen des Stückes wurden nicht minder engagiert dargestellt.

Und sollte der ein oder andere Zuschauer zuvor noch gedacht haben, er befände sich in Erkrath, wurde er schnell eines Besseren belehrt. Das Stück entführte alle Anwesenden ins bunte Sophiatown in Südafrika. Die reine Vorstellungskraft der Gäste ließ die Welt um die skurrile Geschichte um Betrug und surrealer Liebe entstehen. Auf Requisiten und Dekoration wurde verzichtet.

Doch worum ging es in dem Stück? Philemon erwischt eines Tages seine geliebte Frau Matilda mit einem anderen Mann. Überhastet fliehend, hinterlässt der Nebenbuhler seinen Anzug. Philemon entschließt sich, dass das Kleidungsstück von nun an dauerhaft Ehrengast im Hause sein wird: Es wird gefüttert, zum Sonntagsspaziergang ausgeführt und darf sogar ins elterliche Schlafzimmer. Ein groteskes, fast bedrohliches Leben zu dritt beginnt.  

Wieder einmal riss die Geschichte die Zuschauer mit, die sich nach über drei Monaten Kulturstillstand sichtlich auf ein bisschen kulturelle „Normalität“ freuten.

Wissenswertes: Bereits 2009 erfüllte sich die Schauspielerin Beate Sarrazin ihren Wunschtraum und eröffnete mit dem Theater Anderswo eine Kleinkunstbühne in Erkrath.

„Theater Anderswo” ist ein freies professionelles Theater. Seine selbst entwickelten Erwachsenen- und Kindertheaterstücke zeigen eine unverwechselbare Handschrift. Durch die Nähe hat das Publikum die Möglichkeit, eine sehr intensive Magie von Theater zu spüren. Die Atmosphäre der Stücke ist feinfühlig, unmittelbar und hautnah. (Quelle: Beate Sarrazin)


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