“Summerschool” stößt auf politische Unterstützung

Bleistift gespitzt? Heute fängt für viele Schüler die Schule wieder an Symbolbild Schule: Free-Photos Pixabay

Die erste Hürde für die Bewilligung der Erkrather Summerschool (wir berichteten) wurde gestern im Haupt- und Finanzausschuss genommen. Einstimmig haben sich die Ausschussmitglieder dafür ausgesprochen, dass die Beschulung für Schüler der ersten und dritten Klassen initiiert wird.

25.500 Euro stehen für das Programm zur Verfügung. Mit dem Geld sollen 16 Lehramtsstudenten finanziert werden, die wiederum in Kleingruppen von 12 Kindern unterrichten. Die Schulen melden den Bedarf selbst an, stehen aktuell bereits im engen Austausch mit der Verwaltung. „Der Bedarf ist auf jeden Fall vorhanden“, berichtet Julia Zinn vom Programm Soziale Stadt Sandheide. An der Konzeptausarbeitung wird gemeinsam mit dem Verein „Du-Ich-Wir“, den Schulleitern und der Verwaltung gearbeitet. „Die Schüler werden in ihren eigenen Schulen unterrichtet, somit können wir mit dem Programm rund 180 Kinder erreichen“, freut sich Julia Zinn.

Dass nicht jede Jahrgangsstufe von dem Förderprogramm profitieren kann, gab die Verwaltungsmitarbeiterin mit Bedauern wieder. „Wir mussten die Zahl der Kinder erst einmal begrenzen.“ Lob gab es von allen Fraktionen, die das schnelle Handeln der Verwaltung als „vorbildlich“ beschrieben. Sorgen um eine „Überbeschulung“ machten sich abschließend aber Bernhard Osterwind (BmU) und Marc Hildebrand (CDU), die in dem vorgegebenen Stundenkontingent von sechs Stunden täglich besonders für die Erstklässler eine Überforderung sahen. „Man muss besonders mit den Kleinsten sehr sensibel umgehen, damit sie nicht die Lust am Lernen verlieren“, so Hildebrand, der selbst als Lehrer tätig ist. Auch forderte dieser bereits ein absolviertes Praxissemester von den Dozenten.

„Wir wollen den Kindern gerecht werden, daher wird nicht durchgehend Frontalunterricht angeboten“, erwiderte Julia Zinn, die zeitgleich an die Expertise der Schulleiter verwies. „Wir werden für jede Klasse den Unterrichtsstoff aufarbeiten, der bereits durchgenommen wurde.“ Der abschließende Beschluss wird in der morgigen Ratssitzung gefasst.


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