Straßennetz soll digital erfasst werden

Symboldbild Straße Kamera/ Pexels, Pixabay

2013 fand die letzte Datenerfassung in Bezug auf das Erkrather Straßennetz statt. Dies teilte die Verwaltung den Mitgliedern des Planungsausschusses am vergangenen Dienstag in der Diskussion um den Antrag von Bündnis 90/Die Grünen mit.

Diese hatten bemängelt, dass Radwege in Erkrath oft in schlechtem Zustand sind. „Schlaglöcher, welliger Untergrund und mangelnde Grünpflege führten häufig zu Verkehrsgefährdungen, die aus unserer Sicht rasch behoben werden müssen“, so Peter Knitsch. Beispielhaft führte er die Radwege entlang der Bergischen Allee, der Karschhauser- und Sedentaler Straße sowie rund um den Sportplatz Freiheitstraße in Alt-Erkrath.

Dass diesen Maßnahmen zunächst eine Erfassung der Erkrather Straßen vorausgehen soll, gab die Verwaltung auf Nachfrage Knitschs bezüglich einer Straßendatenbank an. „Wir möchten die Straßen digital erfassen. Mittlerweile fahren Autos durch die Straßen und dokumentieren die Straßenzüge, aber auch Gebäude mit der Kamera“, so Ralf Hezel, Fachbereichsleiter Tiefbau. Dass sich die Verwaltung dann gegebenfalls von dem bisherigen System trennen will, gab er ebenfalls an. „Wir führen derzeit Gespräche mit mehreren Anbietern und wollen diese in gut einer Woche abschließen. Danach findet ein Ausschreiben statt. Geplant ist, die Datenbank noch in diesem Jahr fertigzustellen. Versprechen kann ich diesen Termin aber nicht“, so Hezel.

Bezug nehmend auf den Grünenantrag verwies Wilfried Schmidt (CDU) auf den Maßnahmenplan des Arbeitskreises für Radverkehr, der sich generell mit dieser Thematik befasst. Und auch Uli Schimschock (SPD) war sich nicht sicher, ob ein weiterer Antrag von Erfolg gekrönt sein wird. „Noch ein Antrag und noch ein Antrag. Davon werden die Radwege nicht schneller saniert“, so Schimschock. „Die Verwaltung signalisiert Interesse diesem Zustand entgegenzuwirken. Da ist es nicht sinnvoll, zeitlichen Druck zu machen.“ Peter Sohn (BmU) verwies auf eine vorangegangene Stellungnahme seiner Fraktion, die den Kostenaspekt der Sanierungsmaßnahmen berücksichtigt und sich zeitgleich auf einen SPD-Antrag aus dem Jahr 2007 stützt. In diesem wurde bereits eine Bestandsaufnahme der notwendigen Pflege-, Reparatur- und Sanierungsmaßnahmen gefordert.

Letztlich stimmten die Fraktionen einstimmig der Datenerfassung zu, die bis zu den Haushaltsplanberatungen 2021 vorliegen soll.


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