Start in den Pflegeberuf beginnt mit Pilotprojekt

EVK Mettmann

Foto: EVK Mettmann

Die neue generalistische Pflegeausbildung startet am EVK Mettmann. Die ersten Auszubildenden zur Pflegefachfrau und zum Pflegefachmann werden im Pilotprojekt „Fit for care“ auf die praktische Berufsausbildung vorbereitet.

Der erste generalistische Ausbildungsjahrgang zur examinierten Pflegefachfrau bzw. zum examinierten Pflegefachmann ist am 1. Oktober 2020 in der Krankenpflegeschule des Evangelischen Krankenhauses gestartet. Mit dem Beginn der neuen Ausbildung für den Pflegeberuf, hat die Pflegedirektion des Krankenhauses gemeinsam mit den Praxisanleitern ein Pilotprojekt ins Leben gerufen.

„Fit for care“ heißt das neue Projekt für die Auszubildenden im ersten Ausbildungsdrittel. Nach einer vierwöchigen Unterrichtseinheit in der Krankenpflegeschule am Evangelischen Krankenhaus Mettmann, in der die neuen Auszubildenden erste theoretische Grundlagen vermittelt bekamen und einander kennenlernen konnten, bekommen sie nun die Möglichkeit den Praxisalltag gemeinsam auf einer Station zu erleben.

„Wir möchten unseren Auszubildenden eine gute praktische Anleitung bieten und ihnen in Kleingruppen das pflegerische Tätigkeitsfeld näher bringen“, erklärt Pflegedirektorin Dorothea Sandhäger die Idee hinter dem Projekt.

Auf einer interdisziplinären Station mit chirurgischen und internistischen Patienten kommen die Auszubildenden zum ersten Mal mit Patienten und den unterschiedlichen Berufsgruppen in Kontakt. Neben Ärzten, Seelsorge, Logopäden, Ergo- und Physiotherapeuten, lernen sie auch die Tätigkeitsfelder von Patiententransportdienst, Entlassmanagement, Sozialdienst, Serviceteam und Stationshilfe kennen, indem sie stundenweise auch in diesen Bereichen hospitieren.

Melanie Sitar, eine der insgesamt 12 erfahrenen Praxisanleiterinnen im EVK Mettmann erklärt: „Mit ‚Fit for care‘ führen wir die nächste Generation der Pflegenden in enger Begleitung an ihre zukünftigen Aufgaben heran. Dafür stehen den Auszubildenden im Früh- und Spätdienst jeweils zwei Praxisanleiter zur Verfügung.“

Drei Wochen läuft das Praxisprojekt, in dem die Azubis das Krankenhaus mit seinen Fachabteilungen, Funktionsbereichen und Räumlichkeiten kennenlernen. Darüber hinaus werden sie beispielsweise in Sachen Hygiene oder auch der richtigen Kommunikation mit Patienten und Angehörigen geschult. Die Azubis bekommen die Möglichkeit erste Erfahrungen in der Patientenbeobachtung sowie in der Planung und Umsetzung von Pflege zu sammeln. Sie erkennen schnell, dass Pflege ein Baustein für den Therapieerfolg eines jeden Patienten ist. „Das sind zu Beginn wirklich allerhand Informationen und Eindrücke, die es zu verarbeiten gilt“, weiß auch Praxisanleiterin Nicole Ehrmann. Deshalb folgt nach Abschluss jeder einzelnen Woche ein Feedbackgespräch mit den Auszubildenden. „Hier können wir individuelle Fragen noch einmal besprechen und Situationen der Überforderung direkt vorbeugen“, so Ehrmann. Am Ende der praktischen Projektwochen lernen die Auszubildenden dann die Station und Kollegen kennen, auf der sie anschließend ihren ersten Praxiseinsatz absolvieren werden. Auch dieser Tag lässt den pflegerischen Nachwuchs gut vorbereitet in den Stationsalltag einsteigen.

„Unser Ziel ist es, unsere zukünftigen Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner in den drei Ausbildungsjahren bestmöglich auf ihr Berufsleben vorzubereiten und das von Anfang an“, betont Pflegedirektorin Dorothea Sandhäger. „Wir möchten nach drei Jahren höchstqualifizierte Kollegen übernehmen und durch attraktive Angebote halten. Eine innovativ gestaltete Ausbildung ist die Grundlage für ein erfolgreiches Berufsleben“, so Sandhäger zum Abschluss.


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