Starkregen: Und jetzt?

Mitarbeiter des Abwasserbetriebs der Stadt Erkrath klärten zum Thema Starkregenvorsorge auf Foto:tb

Das Interesse war groß anlässlich der beiden Veranstaltungen zum Thema Starkregenvorsorge der Stadt Erkrath. Bereits ins Bürgerhaus Hochdahl kamen in der vergangenen Woche rund 30 Bürger, der gestrige Abend in der Stadthalle war mit ähnlich so vielen Interessierten besucht. Miriam Riese, Starkregenbeauftragte der Stadt Erkrath, klärte anhand einer anschaulichen Präsentation mit Irrtümern und Vorurteilen zum Thema Starkregen auf. Auch wie die Ereignisse von Starkregen, wie sie im vergangenen Jahr in Erkrath vorgekommen sind entstehen, konnte die Dozenten sachlich erklären.

Ebenso, wie man sich im Fall eines solchen Regenereignisses richtig verhält, an welchen Stellen Wasser ins Gebäude dringen kann, die richtige Vorsorge, aber auch Maßnahmen die die Stadt Erkrath in Angriff nimmt wurden erläutert. Eine Frage die den Anwesenden unter den Nägeln brannte war die Inbetriebnahme von sogenannten Rückstauklappen. Diese schützen das Gebäude gegen den Rückfluss von Abwasser aus dem Kanalsystem. „Wie sieht die gesetzliche Vorgabe dieser Rückstauklappen aus?“, fragte sich eine Anwohnerin der Willbeck.

Dies verhält sich wie folgt: Befinden sich die Anschlüsse zum Kanal unterhalb der Straßenoberkante, ist eine Rückstauklappe kommunal vorgegeben. „Dies schreibt unsere Entwässerungssatzung vor“, so Riese. Auch Anwohner der Straße Gink waren zugegen, die sich weniger um volllaufende Keller anhand Starkregenereignissen sorgten, sondern viel mehr Sorge vor regelmäßigem Übertritt des angrenzenden Bachs hatten. „Vermehrt tritt das Gewässer auf die umliegenden Bereiche über“, ärgert sich eine direkte Anwohnerin. In diesem Fall konnte Kerstin Siebert vom Abwasserbetrieb der Stadt Erkrath Aufklärung bieten. So hat es bereits Gespräche mit dem Bergisch- Rheinischen Wasserverband gegeben, die stark ausgeprägte S- Kurve am Hubbelrather Bach vor der Bahnunterführung zu entschärfen. „2020 wollen wir die Maßnahme in Angriff nehmen“, so Kerstin Siebert.

Wer nicht sicher ist, ob sich seine Immobilie an einer Starkregengefahrenstelle befindet, kann auf der Starkregengefahrenkarte der Stadt Erkrath Antworten finden (www.erkrath.de). Diese computersimulierte Karte stellt anhand von verschiedenen Szenarien das Überflutungsrisiko der einzelnen Straßenzüge dar. Zudem können kostenfreie Beratungstermine vor Ort mit Mitarbeitern des Abwasserbetriebes vereinbart werden. „Wir werden solche Informationsveranstaltungen in Zukunft sicher nochmal anbieten. In welchem Zeitraum diese stattfinden, können wir zum aktuellen Zeitpunkt aber noch nicht sagen“,  so Miriam Riese.

Kontakt telefonisch unter 0211- 2407 6913 oder per Mail unter riese@abwasserbetrieb-erkrath.de.


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