Stadtteilbeirat plant Thementouren

Symbolbild Wanderung/ Pexels, Pixabay

Eine Kräuterwanderung durch die Sandheide? Oder doch lieber eine Wald- und Wiesentour? Diese Ideen wurden bei der gestrigen Sitzung des Stadtteilbeirats besprochen.

Die zehnte Sitzung des Stadtteilbeirats fand Montagabend auf dem digitalen Weg statt. Die anwesenden Mitglieder folgten zu Beginn den Ausführungen der Quartiersmanagerin Saskia Goebel, die zunächst ein neues Mitglied in den Reihen der Quartiersarbeit vorstellte. Kübra Akyazi unterstützt das Team bereits seit vergangenem November im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit und wird künftig den Montag als zusätzlichen Gesprächstag im Quartiersbüro am Sandheider Markt besetzen. „Somit haben wir neben Dienstag und Donnerstag noch ein weiteres Sprechzeitenangebot“, freut sich Saskia Goebel, die schon jetzt in der neuen Kollegin einen echten Zugewinn sieht. „Ich freue mich dabei zu sein“, begrüßte Kübra Akyazi die Mitglieder persönlich.

Weit über 1000 Klebepunkte für Beteiligungsverfahren genutzt

Weiter ging es auf der Tagesordnung mit dem Beteiligungsverfahren für die Gestaltung des frei nutzbaren Schulhofbereichs des neuen Campus Sandheide. „Ich bin wirklich baff, wie viele Menschen sich daran bisher beteiligt haben“, beginnt Saskia Goebel ihre Ausführungen. Mit Hilfe von großen Bannern, auf denen die einzelnen Themenbereiche in Comicvarianten aufgeführt sind, möchte das Quartiersmanagement die Meinung der Bürgerschaft abfragen. Klebepunkte dienen wiederum als Abstimmhilfe. „Ich musste sogar schon Klebepunkte nachbestellen, die ersten 900 Stück haben nicht ausgereicht“, so die Quartiersmanagerin, die einen ersten Zwischenstand übermitteln konnte.

„An der Brechtsstraße haben wir an allen vier Themenbereichen rund 370 Klebepunkte gezählt, wobei die Beteiligung nicht bei jedem Bereich gleich war. Wir gehen daher von einer Beteiligung von 60-70 Personen aus. Am Daniel-Schreber-Weg waren es weit mehr, dort haben wir knapp 860 Punkte gezählt und gehen von rund 150-180 Menschen aus, die sich dort beteiligt haben.“ Dem öffentlichen Beteiligungsverfahren ging eine Expertenbefragung voraus, in dem unter anderem das Kinderparlament, sowie der Jugend- und Seniorenrat saßen. Zudem wurde eine Onlinebefragung initiiert, bei der 106 beantwortete Fragebögen eingegangen sind. „Wir werden die Ergebnisse jetzt auswerten. Ob es unterschiedliche Gewichtungen zwischen öffentlicher Beteiligung und Expertenmeinungen geben wird, wissen wir noch nicht“, sagte Saskia Goebel.

Mutmach-Pakete kamen gut an

Ebenfalls positive Rückmeldungen konnte Marc Stosberg vom Verein füreinander e.V. geben. Mit Hilfe des Verfügungsfonds der Sozialen Stadt Sandheide könnte der Verein vor Weihnachten Mutmach-Pakete packen. „Wir haben diese Pakete an 50 Kinder und zehn Jugendliche verteilt und dabei auch Geschenke für die Eltern beigefügt“, so Stosberg, der neben Kerzen, Stollen und Grußkarten auch Lego, Gesellschaftsspiele und weitere im Paket enthaltenden Präsente aufzählte. „Die Pakete wurden von uns am 18. Dezember an den Haustüren verteilt, die Freude war wirklich groß. Als Dank gab es sogar Weihnachtskarten zurück, darüber haben wir uns sehr gefreut.“ Neben dieser Paket-Aktion fand in der Sandheide im Spätherbst vergangenen Jahres zudem die Laternen-Aktion „Die Sandheide leuchtet“ statt, an der sich Kinder des Stadtteils mit selbstgebastelten Laternen beteiligen konnten. „18 Laternen sind bei uns eingegangen und mit Haupt- und Trostpreisen prämiert worden“, berichtet Saskia Goebel.

Erlebnistouren durch den Stadtteil

Für dieses Jahr sollen neue Angebote ins Leben gerufen werden, darunter zahlreiche Stadtteilrundgänge, die auch Bürgerinnen und Bürger aus ganz Erkrath einladen sollen. „Die Spaziergänge könnten thematisch aufgearbeitet werden“, schlug Goebel vor und verwies direkt auf erste Ideen aus dem Quartiersbüro. „Wir haben überlegt, zum Beispiel eine Tour zum Thema Stadtentwicklung und Geschichte anzubieten. Ebenso wäre eine Wildkräutertour, eine Wasserrunde (entlang der Bäche und des Stadtweihers), eine Wald- und Wiesenrunde, Geocaching oder richtige Schnitzeljagden für Kinder, Planungsrundgänge (entlang der Baumaßnahmen) und eine Nachtwanderung möglich. Benötigt werden wiederum Menschen, die diese Touren realisieren“, spielte Goebel den Ball in die Reihen der Mitglieder zurück, die sich von der Idee allesamt begeistert zeigten. Eine Fahrradroute durch Hochdahl wurde als weitere Ergänzung vorgeschlagen. Die Touren sollen bestenfalls bereits ab März starten, sollten die Corona-Lage und das Wetter dies ermöglichen.

Wissenswertes: Am 8. Mai wird zum wiederholten Mal der Tag der Städtebauförderung gefeiert. Wie sich der Stadtteilbeirat an dem Aktionstag beteiligen wird, steht noch nicht fest. Ideen aus der Bürgerschaft sind willkommen. Kontakt unter sandheide@erkrath.de.

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