SenTa: Die erste Impfung verlief problemlos

Mitarbeiterin Annemie Nowak erhält ihre Impfung/ Foto: SenTa

Die Seniorentagespflegebetreuung SenTa, die sowohl in Hochdahl als auch in Alt Erkrath eine Einrichtung betreibt, durfte sich am gestrigen Montag über eine flächendeckende Impfung freuen.

„Wir fallen komplett aus dem Raster“, erklärt Einrichtungsleiterin Cäcilia Haverkamp. „Wir sind kein Seniorenheim und auch keinem ambulanten Dienst angesiedelt.“ Also hat sich das Team um Cäcilia Haverkamp selbst um die Organisation gekümmert. Unterstützung haben die beiden Einrichtungen von Dr. Judith Herrdum bekommen, die ihre Praxis an der Bismarckstraße betreibt. 114 Impfeinheiten erhielt die SenTa. Geimpft wurden nicht nur die Tagesgäste und die Mitarbeiter, sondern auch Ehrenamtler und vereinzelnde Betreuungskontakte von Gästen, die beispielsweise alleine mit ihrem Partner wohnen. „Wir haben ganz gezielt darauf geachtet, dass wir nicht in die Impf-Struktur des Gesundheitsamtes eingreifen“, erklärt die Einrichtungsleiterin, die in der vergangenen Woche damit beschäftigt war, die Organisation zu stemmen.

Auch Tagesgast Margarete Bastian wurde gegen Corona geimpft/ Foto: SenTa

Einfach war die Planung für die anstehende Impfung schließlich nicht. „Wir haben eine Impfstraße eingerichtet, die von der kassenärztlichen Vereinigung abgesegnet wurde. Somit wollten wir verhindern, dass die bereits geimpften Personen den noch nicht geimpften Personen begegnen.“ Auch musste eine zeitliche Abfolge eingehalten werden. Zu viele Personen gleichzeitig durften die Einrichtung in Alt Erkrath nicht betreten. Der hauseigene Fahrdienst war in die Planung eingebunden.

„Nach jeder Impfung sollten sich die Personen zudem für rund 30 Minuten in den Ruheraum begeben“, erklärt Cäcilia Haverkamp, die sich freut, dass alles gut funktioniert hat. „Wir hoffen sehr, dass mit dieser Impfaktion wieder ein bisschen Normalität einkehrt.“ Geschlossen hatte die Tagespflege im vergangenen Jahr nicht einen Tag. Zunächst wurde von März bis Juni eine Notbetreuung angeboten, seitdem greift ein durchdachtes Hygienekonzept welches vorsieht, dass 70 Prozent der Tagesgäste betreut werden können. „Das ist für uns alle ein Kraftakt, aber das stehen wir auch weiterhin durch“, versichert Cäcilia Haverkamp.

Gegen die Impfung hat sich auf Seiten der Mitarbeiter niemand ausgesprochen. Und auch bei den Gästen war die Zurückhaltung sehr gering. Bei Bedarf durften die zu impfenden Personen im Vorfeld eine telefonische Beratung bei der Praxis Herrdum in Anspruch nehmen. „Lediglich zwei Tagesgäste wollten sich nicht impfen lassen, das akzeptieren wir natürlich auch“, so Haverkamp. In vier Wochen- also Anfang Februar- steht die Folgeimpfung an. Auch dann muss die strikte Impf-Prozedur nochmals abgespult werden.

Ein Schnappschuss zum Ende der Impf-Aktion/ Foto: SenTa
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