Seniorengerechtes Wohnen am ehemaligen Hotelstandort

Symbolbild Senioren: Geralt, Pixabay

An der Ecke Schildsheider Straße/ Leibnitzstraße – dem ehemaligen Hotel Tamara- soll zeitnah seniorengerechtes Wohnen entstehen.

Um einen weiteren Schritt in Richtung Umsetzung voranzutreiben, sprachen sich die Mitglieder des Planungsausschusses am Dienstag für eine Nutzungsänderung im Bebauungsplan aus. Der Sachverhalt um den Bebauungsplan ist jedoch komplex. 1977 wurden die beiden baulichen Anlagen auf dem Gelände genehmigt, die Gebäude im Anschluss aber unterschiedlichen Nutzungen zugeführt. „Formell gab es demnach keine Baugenehmigung mehr“, erläutert Helmuth Hentschel, Fachbereichsleiter Bauaufsicht, in der vergangenen Sitzung.

Aufgefallen ist dieser Zustand erst im Zuge der Flüchtlingssituation. „Als die Stadt die Anmietung der Immobilie in die Wege leiten wollte, wurde eine zeitlich befristete Baugenehmigung für diesen Zweck erteilt“, so Hentschel. Diese ist mittlerweile abgelaufen, der neue Investor plant auf den Grundstücken jedoch eine Wohnbebauung, die grundsätzlich dem ursprünglichen Bebauungsplan aus den 70er Jahren entspricht.

„In diesem ist jedoch die Rede von einer 40-prozentigen Flächenversiegelung, die neue Nutzung sieht eine 58-prozentige Versiegelung vor“, stellte Peter Knitsch (Bündnis 90/Die Grünen) fest. Dass derzeit jedoch annähernd 100 Prozent der Grundstücksfläche versiegelt sind und es zu einer deutlichen Entsiegelung kommen wird, gab Helmuth Hentschel wieder. In das Sitzungsprotokoll wurde auf Forderung der Grünen die Anmerkung aufgenommen, dass die entsiegelte Fläche nicht etwa mit Steingärten, sondern mit einer Gartengestaltung durch heimische Gewächse versehen werden soll.

Was entsteht:

Der Investor plant, vier Pflege-Wohngemeinschaften (drei auf der Schildsheider Straße/ eine auf der Leibnitz Straße), sowie drei seniorengerechte Wohneinheiten und ein Verwaltungsbüro zu errichten. Die drei seniorengerechten Wohneinheiten werden als normale Wohnungen angeboten. Im Obergeschoss des Gebäudes an der Schildsheider Straße sind Verwaltungsräume für Pflegepersonal sowie drei kleinere Wohneinheiten in Planung, sodass bei Bedarf Pflege in Anspruch genommen werden kann. Maximal können 38 Bewohner Platz finden. Im Vergleich: Die vorherige Nutzung durch Flüchtlinge belief sich auf rund 100 Personen und auch die Hotelnutzung sah eine maximale Auslastung von 60 Personen vor.

Um das Vorhaben zu realisieren, soll das Gebäude an der Leibnitz Straße um ein Geschoss aufgestockt werden (von zwei auf drei Geschosse). „Angrenzende Immobilien wurde die Nutzung eines zusätzlichen Geschosses bisher untersagt, wird es im Zuge der Nutzungsänderung auch Befreiungen für die Anlieger geben“, wollte Wolfgang Cüppers (CDU) wissen. Dass bereits Anträge zur Prüfung vorliegen, gab Helmuth Hentschel an.


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