Schulwege sollen sicherer werden

Symbolbild Schulweg: Pezibear/ Pixabay

Im Zusammenhang einer Diskussion um den Schulweg der Gemeinschaftsgrundschule Millrath im Schulausschuss vergangenen Januar hat die BmU-Fraktion eine Übersicht der Schulwegesituation aller Grundschulen gefordert. In der Sitzung am vergangenen Mittwoch stand das Thema erneut auf der Tagesordnung.

Drei Grundschulen weisen demnach bereits Faltkarten für Grundschüler auf, die einen sicheren Weg zur Schule aufzeigen. In verschiedenen Arbeitsgruppen wurden diese Pläne vor Jahren mit diversen Fachleuten erarbeitet. „Wir sind gerne bereit, Mittel für die Erstellung weiterer Pläne im Haushalt bereitzustellen“, gab Christian Ritt (BmU) zu Beginn der Diskussion an. Dass diese Pläne grundsätzlich sinnvoll sind, bestätigte Ulla Winz, Schulleiterin der GGS Millrath und rührte mit dieser Aussage die Werbetrommel für den übersichtlichen Plan, der seinerzeit von Schülern mitbearbeitet wurde.

Eltern sind die größte “Gefahr”

Das größte Gefahrenpotential, darüber waren sich alle Schulleiter einig, stellen jedoch die Eltern selbst dar. Diese bringen ihre Kinder mit dem Auto zur Schule, missachten Halteverbote, fahren über Gehwege und scheinen beratungsresistent zu sein. Verschiedene Herangehensweisen, die Fahrzeuge möglichst von dem Schulgelände fernzuhalten, sind bisher ins Leere gelaufen. „Unser Hausmeister weist die Eltern mittlerweile an, nicht zu halten und weiterzufahren“, berichtet Barbara Arts. Die Schulleiterin der Grundschule Willbeck ist ratlos. „Wir haben es mit gutem, aber auch bestimmtem Zureden versucht. Gebessert hat sich die Situation nicht.“ Auch Briefe an die Elternschaft scheinen wenig Gehör zu finden.

Dem BmU-Antrag, an der Falkenstraße auf einem besonders „beliebten“ Gehweg eine Polleranlage zu errichten (wir berichteten), scheint in der Zwischenzeit Folge geleistet worden zu sein. „Es war mittlerweile ein Verwaltungsmitarbeiter vor Ort, der bereits aufgezeigt hat, wo die Poller hinkommen“, versicherte Schulleiterin Nicole Gollata. Irritation gab es in Bezug auf die vorgeschlagenen Maßnahmen und Handlungsbedarfe der Schulen in Bezug auf die Schulwege. So gaben einige Schulen an, keinerlei Handlungsbedarf zu sehen. Aussagen, die in der Sitzung teilweise zurückgenommen wurden. So konnte sich Konrektor Christopher Flor von der Johannesschule mit Blick auf die geleistete Aussage, dass wenig bis keinerlei Probleme vorliegen, dieses nicht vorstellen.

„Wir haben die Anregungen der Schulen aufgenommen und werden diesbezüglich nochmals in die Prüfung gehen, um gemeinsame Lösungen für einen sicheren Schulweg zu finden“, versichert Schuldezernent Ulrich Schwab-Bachmann auf Nachfragen unserer Redaktion. Der Beschlussvorschlag der Verwaltung, Vorschläge der Schulen weiter zu verfolgen, wurde von allen Fraktionen einstimmig angenommen.


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