Schulneubauten: Pläne schreiten trotz Corona voran

Im Sommer 2026 soll das "neue" Gym Neander stehen Foto: © Gymnasium am Neandertal

Die nächste Phase für den Neubau der Grundschule Sandheide sowie für die ebenfalls in die Sandheide ziehende Förderschule des Kreises Mettmann ist abgeschlossen. Am 8. Mai jurierte eine Preisrichtersitzung die besten Architekteneinsendungen für das Vorhaben „Campus Sandheide“.

Auf den ersten beiden Plätzen finden sich zwei Entwürfe von Düsseldorfer Büros wieder, die in der Darstellung der künftigen Schulkomplexe recht unterschiedlich sind. So sind auf den Plänen des ersten Architekten fünf Gebäudequader aufgeführt, die allesamt nicht miteinander verbunden sind. Der zweite Entwurf hingegen ist wie eine Windmühle angeordnet und verbindet Förderschule und Grundschule räumlich. Aus datenschutzrechtlichen Gründen dürfen zum aktuellen Zeitpunkt die Namen der Architekturbüros sowie die -pläne noch nicht bekannt gegeben werden.

Am 4. Juni werden der Kreis sowie die Erkrather Stadtverwaltung in Verhandlungsgespräche mit den beiden Gewinnerbüros gehen, bevor bereits am 29. Juni die Zuschlagserteilung initiiert werden soll. In einem Wettbewerbsverfahren sollen Ende Juni die Fachplaner beauftragt werden. Der Baubeginn hingegen ist für Mai 2022 terminiert. „Wir planen die Inbetriebnahme der Schulen im August 2024“, berichtet Daniela Winter, Fachbereichsleiterin Immobilienmanagement/ Neubau, im vergangenen Schulausschuss. Diverse Arbeitsgruppen werden sich expliziert mit einzelne Themenbereiche des Neubauvorhabens beschäftigen. Demnach sollen sich Experten künftig beispielsweise gezielt um Außenanlagen, Haustechnik und Grundstücksangelegenheiten kümmern.

Neubau „Gym Neander“ in Phase Null

Doch nicht nur der Campus Sandheide könnte Erkraths neues “Schulflaggschiff” werden. Ebenso aktiv wird an den Plänen für den Schulneubau des Gymnasiums am Neandertal gearbeitet. Dort befindet sich das Team um Daniela Winter noch in der sogenannten Phase Null, in der gemeinsam mit Schülern, Lehrern und Eltern am Raumbedarfsplan gearbeitet wird. Erste Gedankenspiele, wie das Gebäude künftig angeordnet sein könnte, wurde den Ausschussmitgliedern vorgestellt. Unbeantwortet ist derzeit jedoch die Frage, ob die Schule künftig 4- oder 5-zügig geführt werden soll. Das Ergebnis spiegelt sich deutlich im Raumbedarf wieder. So würde eine 4-zügige Schule einen Platzbedarf von 8.000 Quadratmeter benötigen, eine 5-zügige Schule hingegen 9.500 Quadratmeter. “Die Verwaltung wird der Politik die Planung einer 4-zügigen Schule mit Option auf Erweiterung zur 5-Zügigkeit vorschlagen”, so Bürgermeister Christoph Schultz. “Es wäre töricht die Schule ohne Erweiterungsmöglichkeiten zu bauen.”

Neubau soll lichtdurchflutet sein

Erste Gedankenspiele, wie ein möglicher Schulkomplex auf dem nördlich angelegten Neubaugrundstück, neben dem aktuellen Bestandsgebäude, Platz finden könnte, hatte die Verwaltung ebenfalls in petto. „Ein Solitärgebäude (Quader, Klotz oder Würfel) wird es wohl nicht werden, das Gebäude soll lichtdurchflutet sein und demnach Vergliederungen aufweisen“, lautet die Meinung des Fachbereichs Immobilienmanagement/Neubau. Spätestens im Sommer 2026 muss das neue Schulgebäude fertig sein, dann nämlich ist in dem aktuellen Bestandsgebäude auf Grund von G9 kein Platz mehr für alle Klassen.

Wissenswertes: Bis Ende des Jahres sollen die Pläne für das Neubauvorhaben am Gym Neander vorliegen, mit dem Bau könnte nach aktuellem Zeitplan im Juni 2023 begonnen werden. Näheres zu den Schulneubauprojekten der Stadt Erkrath lassen sich auf der städtischen Homepage nachlesen.


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