Richtig viel Lust auf Schule

Rosemarie Koch und Hannah Windges mit einigen Erstklässlern. Foto: RG

Das hatten 100 Erst- und Drittklässler, deren Eltern sie zur Summer School angemeldet hatten. Wir trafen eine der Klassen.

In der vergangenen Woche ging die Summer School nach 14 Tagen zu Ende. Finanziert wurde das Angebot, das für 280 Kinder zur Verfügung gestanden hätte, durch die Stadt Erkrath. Eine Woche vor den Sommerferien stimmte eine Mehrheit im Rat für die Durchführung und gab 25.000 Euro an Finanzmitteln für Honorare der Lehrkräfte frei. Organisiert wurde das Angebot vom Verein Du-ich-wir, der bereits seit 2015 kostenlose Nachhilfe für Kinder mit Migrationshintergrund bietet. Für die Summer School konnte Du-ich-wir 30 Lehrkräfte akquirieren. Unterrichtet wurde an fünf Standorten in Klassen mit maximal 12 Kindern. Als Projektkoordinatorin ist Laura Pütz eingesprungen, die schon früher zu den Mentorinnen von Du-ich-wir gehörte.

Hannah Windgen war eine von ihnen. “Ich habe gerade mein Abitur gemacht und beginne mein Studium erst im Oktober.” Sie möchte Grundschullehrerin werden. Jede Klasse in der Summer School wurde von zwei Lehrkräften betreut. Mit Hannah unterrichtet Rosemarie Koch, die normaler Weise ehrenamtlich Erwachsene auf ihre B1 Sprachprüfungen vorbereitet. Aufgrund der strengen Hygienevorschriften treffen wir die Klasse der beiden während der Pause beim Spiel. Hier dürfen die Kinder ihre Mund-Nasen-Masken bei Toben auch einmal abnehmen. Sie sind fröhlich und gut gelaunt. An die Hygienevorschriften haben sie sich schnell gewöhnt. Jeder muss sein eigenes Material mitbringen und regelmäßiges und ausgiebiges Händewaschen ist inzwischen geübtes Ritual.

Gemeinsam bewegen macht Spaß

Die Erstklässler waren gerade einmal etwas mehr als ein halbes Jahr in der Schule, als Corona den Unterricht stoppte. “Sie hatten kaum Zeit sich daran zu gewöhnen eine Unterrichtsstunde lang konzentriert zu arbeiten. Das berücksichtigen wir und legen die Pausen so, dass die Kinder sich zwischendurch immer mal wieder ein wenig austoben können”, erklärt Rosemarie Koch.

Der Schwerpunkt im Unterricht sollte eigentlich auf Mathematik und Deutsch liegen. “Da die Kinder in den vielen Wochen aber fast alles versäumt haben, haben wir versucht ganz individuell auf sie einzugehen, Stoff nachzuholen und sie entsprechend zu fördern”, erzählt Hannah Windges und so gab es dann auch mal ein wenig Kunstunterricht. Auch Umweltbildung stand auf dem Programm. So besuchten Mitarbeiter des Naturschutzzentrums Bruchhausen die Kinder in der Schule und führten mit ihnen spannende Experimente zum Thema Wasser durch. Dabei ging es unter anderem darum die Oberflächenspannung von Wasser zu erkunden oder mit Holzperlen und Steinen zu erkunden, welche Gegenstände und Materialien schwimmen und welche sinken.

Weil wir nicht in die Klasse durften holte Hannah die Bilder der Kinder aus dem Kunstunterricht und breitete sie in der Wiese aus. Ein “Danke-Bild” für Hopmanns Olive war auch dabei, denn jeden Morgen in den zwei Wochen hatte Hopmanns Olive den Kinder Snacks aus Obst und Gemüse spendiert. Jeden Tag gab es etwas anderes. Deshalb hat eine Summer School Klasse den Fahrer dann auch den ‘Weihnachtsmann’ getauft.

Lauter kleine Künstler

Für 100 Kinder ging letzte Woche offensichtlich eine ganz besonders schöne Schulerfahrung zu Ende und die meisten freuen sich sicher, dass nach den Sommerferien auch der normale Unterricht wieder stattfindet und sie jeden Tag Freunde treffen.


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