Qualität an Erkraths OGS

Symbolbild: Monoar/Pixabay

„Es wird eng an Erkraths Offenen Ganztagsschulen.“ Der Meinung waren die Mitglieder des Ausschusses für Schule und Sport am vergangenen Dienstag. Eigentlich sollte lediglich um eine Aufstockung der Gruppen an Sechseck- und der Johannesschule entschieden werden.

Beide Einrichtungen hatten im Vorfeld um Erweiterung gebeten. Auch die Regenbogenschule in Unterfeldhaus meldete zunächst Bedarf an, zog den Antrag aber bereits vor der Sitzung zurück. Schnell fanden sich die Kommunalpolitiker jedoch in einer grundsätzlichen Diskussion um die Qualität der OGS-Einrichtungen wieder. Ein Anliegen, dass nach CDU- und BmU- Sicht auch in die Fortschreibung des Schulentwicklungsplans (SEP) gehörte. (Ein Thema, welches sich ebenfalls auf der Tagesordnung der Ausschusssitzung befand.)

Doch von vorne: Volker Teich (SPD) stieg mit den Worten in die Diskussion ein, dass den OGS-Einrichtungen das Wasser langsam bis zur Oberlippe stehe. „Es darf nicht sein, dass jede freie Kammer aktiviert wird, damit Kinder aufgenommen werden können“, so Teich. Und auch Christian Ritt (BmU) hätte die Anforderungen der Einrichtungen gerne genauer definiert. „Wir fordern, dass wir zunächst einen Kriterienkatalog OGS ermitteln“, schlug Ritt vor, der in diesem Zusammenhang auf die Stadt Hilden verwies. „Dort gibt es seit zwei Jahren einen solchen Katalog, an dem wir uns orientieren könnten.“ Unterstützung gab es von Marc Hildebrand (CDU), der die Fortschreibung des SEP nicht ohne diesen Katalog beschließen wollte. „Vielleicht gibt es ab 2025 sogar einen Rechtsanspruch auf einen Ogata-Platz“, mahnte er.

Dass die Fortschreibung des SEP erst nach der Präsentation eines solchen Katalogs beschlossen werden sollte, war dann aber nicht im Sinne der SPD und auch Sozialdezernent Ulrich Schwab-Bachmann verwies auf die Dringlichkeit dieser Fortschreibung, um zeitnah Bewerber für die Maßnahme gewinnen zu können. „Außerdem sind die Schulleitungen sehr findungsreich in der Platzschaffung für neue Gruppen“, so Schwab-Bachmann, der beispielsweise auf ein rhythmisierendes Konzept der Sechseckschule hinwies. Sein Vorschlag: „Die Fortschreibung des SEP sollte beschlossen werden und wir stellen die Kriterien für die OGS parallel auf.“

Letztlich beantragten CDU und BmU nach einer kurzen Sitzungsunterbrechung gemeinsam ihren Vorschlag, bis zur nächsten Sitzung des Ausschusses für Schule und Sport den OGS-Kriterienkatalog zu erstellen und erst im Anschluss die Fortschreibung zu beschließen. Der Antrag wurde mit Gegenstimmen der Grünen und der SPD mehrstimmig beschlossen. Und auch den Gruppenerweiterungen für Sechseck- und Johannesschule wurde zugestimmt. Einstimmig.

Wissenswertes: Der aktuelle Schulentwicklungsplan stammt aus dem Jahr 2017. Grund der frühzeitigen Fortschreibung sind Unsicherheiten, wie etwa die städtischen Neubaugebiete Wimmersberg und Erkrath Nord sowie die Planungen des Glasmacherviertels in Gerresheim.


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