Polizei warnt vor Enkeltrick

Kreispolizei Mettmann

Symbolbild

Am Donnerstag (26. März 2020) hat die Kreispolizeibehörde Mettmann erneut eine Welle von Trickbetrugsversuchen registriert.

Insbesondere in den Städten Hilden und Heiligenhaus, vereinzelt aber auch in anderen Städten im Kreisgebiet, haben sich weibliche Anruferinnen als vermeintliche Enkelinnen von Seniorinnen und Senioren ausgegeben und so versucht, an Bargeld und andere Wertgegenstände ihrer potenzielle Opfer zu gelangen.

Insgesamt zählte die Polizei seit den Mittagsstunden bereits über 20 solcher
Anrufe. Fast immer gingen die in diesem Fall weiblichen Trickbetrügerinnen nach dem gleichen Muster vor: Sie riefen bei vornehmlich älteren Bürgerinnen und Bürgern an und gaben sich als deren Enkelin aus. Man habe gerade eine Wohnung oder ein Haus gekauft, müsse nun zur Kaufabwicklung jedoch vorab eine hohe Geldsumme (zwischen 20.000 Euro und 50.000 Euro) in bar bezahlen, damit der Kauf beim Notar abgewickelt werden könne.

Durch geschickte Gesprächsführung versuchten die Trickbetrügerinnen am Telefon so viel Druck bei den Angerufenen aufzubauen, dass diese ihre Ersparnisse bei der Bank abheben und an einen Abholer aushändigen. Glücklicherweise ist es diesmal nach aktuellem Stand der Erkenntnisse bislang jedoch zu keinem Schaden gekommen – weil die Angerufenen ausnahmslos richtig reagierten und einfach auflegten.

Diese konkrete Anrufswelle nimmt die Kreispolizeibehörde Mettmann noch einmal zum Anlass, um eindringlich vor der Masche der Trickbetrüger zu warnen, die sich am Telefon als vermeintliche Angehörige meist hochbetagter Bürgerinnen und Bürger ausgeben.

Beim so genannten “Enkeltrick” benutzen die kriminellen Anrufer variierende Legenden und Maschen für ihre Betrugshandlungen. Mal melden sie sich am Telefon als vermeintliche Familienangehörige, Freunde oder Bekannte der Angerufenen und täuschen analog zum sogenannten “Enkeltrick” eine akute, meist finanzielle Notlage vor, aus denen die Angerufenen durch Übergabe von Bargeld oder Wertgegenständen möglichst schnell heraushelfen sollen.

In allen Fällen haben es die betrügerischen Anrufer gezielt auf die Finanzen und Wertgegenstände der Angerufenen abgesehen. Sobald sich Angerufene zur Hilfe für den “notleidenden Angehörigen” bereit erklären, wird ein Bote angekündigt, der sich nur wenig später persönlich meldet, dabei oft mit einem am Telefon zuvor vereinbarten Kennwort ausweist und das Geld oder andere Werte der betrogenen Opfer abholt.

Zur Prävention gibt die Kreispolizeibehörde Mettmann kreisweit erneut folgende Hinweise und Tipps zum Schutz vor Telefonbetrug:

– Seien Sie am Telefon aufmerksam und lassen Sie sich nicht unter
Druck setzen.

– Geben Sie Betrügern keine Chance, legen Sie einfach den Hörer
auf. Nur so werden Sie Betrüger los. Das ist keinesfalls
unhöflich!

– Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als
Verwandte, Bekannte oder Amtsträger ausgeben, die Sie nicht
zweifelsfrei als solche erkennen.

– Legen Sie sofort auf, wenn Sie der Anrufer nach persönlichen
Daten und Ihren finanziellen Verhältnissen fragt, z.B. ob Sie
Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände im Haus haben.

– Halten Sie nach finanziellen Forderungen unbedingt Rücksprache
mit anderen Familienmitgliedern. Rufen Sie Ihre(n) Verwandte(n),
Bekannte(n) oder angeblich beteiligte Ämter und Dienststellen
unter der Telefonnummer zurück, die Sie auch bei
eigenveranlassten Gesprächen üblicher Weise wählen und
besprechen Sie die Angelegenheit noch einmal. Weder die Polizei,
noch andere Amtsträger, rufen Bürgerinnen und Bürger an oder
stehen unangemeldet vor Haus- und Wohnungstüren, um über
persönliche Geld- und Vermögensverhältnisse zu sprechen oder
sogar Wertgegenstände oder Bargeld in Verwahrung zu nehmen.

– Informieren Sie sofort die “richtige” Polizei, wenn Sie
vermuten, dass es ein Telefonbetrüger auf Sie abgesehen hat –
wählen Sie eigenhändig die Notrufnummer 110.


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